00:00:17:
00:00:33: Was sind derzeit die zentralen Treiber des wirtschaftlichen Wandels und was bedeuten sie für das Firmenkundengeschäft einer globalen Hausbank?
00:00:43: Das habe ich Dr.
00:00:44: Michael Diederich gefragt, Global Co-Head Corporate Banking der Deutschen Bank.
00:00:50: Diderich verweist zu Vorderst auf KI die tiefgreifende Change Prozesse in den Unternehmen bis hin zu deren Führung erfordere, aktuell vor allem auf die geopolitischen Spannungen und strukturell unverändert die Nachhaltigkeit.
00:01:07: Zur Finanzierung der dadurch ausgelösten Transformation der Geschäftsmodelle, brauche es in seiner Meinung nach keine neuen Instrumente.
00:01:16: Ich glaube nicht dass wir fundamental neue Produkte brauchen.
00:01:19: ob das ein Nachhaltigkeitsbond ist oder ein grüner Pfandbrief alles das haben wir ja schon mal gemacht.
00:01:26: Es geht mir um die Frage wie können wir abbilden was die Herausforderungen der Unternehmen sind in dieser Transformation?
00:01:35: dass wir komplett neue Produkte brauchen, würde ich jetzt so nicht sehen.
00:01:39: Was wir haben sind zum Beispiel aber auch Dienstleistungen wo wir mit Unternehmen definieren.
00:01:46: Wo befinden die sich eigentlich auf dem Fahrt der Nachhaltigkeit oder der Transformation?
00:02:11: Ja lieber Herr Doktor Dielerich, herzlich willkommen zu Paul am Puls und vielen Dank das ich heute bei Ihnen in Frankfurt sein darf!
00:02:17: Im Mittelpunkt unseres Podcasts stehen ja wirtschaftliche Wandlungsprozesse Und heute möchte ich mit Ihnen gerne über unterschiedliche Aspekte der Transformation im Firmkunden-Geschäft sprechen, für das Sie auch Verantwortung tragen.
00:02:29: Wenn wir mal so die wichtigsten Treiber der Veränderung durchgehen – Digitalisierung, KI ist sicherlich ein ganz zentraler Punkt!
00:02:36: Wenn ich so auf unsere eigenen aber auch andere Befragungen gerade im Mittelstaat schaue dann stellen wir fest viele Unternehmen wissen sie müssen dort etwas machen haben aber noch keine klare Strategie.
00:02:47: Ist es auch Ihr Eindruck?
00:02:49: Also erst mal ganz herzlichen Dank, dass wir heute zusammen sein können.
00:02:52: Freut mich sehr und in der Tat es gibt ja wahnsinnig viel was wir im Moment sehen, was Veränderungen herbeiführen.
00:03:00: KI ist bestimmt eines der ganz großen Themen und wir sehen bei vielen dieser Firmenkunden mittelständischen Unternehmen aber auch bei großen Unternehmen die sich sehr intensiv mit der Frage künstliche Intelligenz und was macht das mit meinem
00:03:16: Geschäftsmodellbeschäftige?
00:03:18: dass der eine Teil, der andere Teil ist sehr individuell wird definiert.
00:03:24: Was ist der wirkliche Use Case für mein Unternehmen?
00:03:28: Der sieht für ein Servicefirma wie vielleicht
00:03:33: ein Reisebüro
00:03:34: anders aus als wie für einen Maschinenbauer oder für den Werkzeugmaschinen Bauer.
00:03:39: von daher wir sehen sehr viel Aktivität.
00:03:43: Wir sehen sehr viele Frage mit der Beschäftigung der Use Cases.
00:03:47: Und was bedeutet das für mein Unternehmen?
00:03:50: Der dritte Aspekt und den darf man nicht unterschätzen,
00:03:54: sowohl
00:03:55: bei der Digitalisierung und jetzt beim nächsten Schritt der künstlichen Intelligenz.
00:04:00: Sie reden über eine Mammutaufgabe an Change Management weil sie brauchen die Kollegen, die den Use Case definieren und ins Unternehmen tragen, die möglicherweise nicht mehr Teil von der Unternehmung sein werden.
00:04:15: Das ist neben dem technischen Aspekt eine riesen Führungsaufgabe und da sehen wir sehr viel an Aktivität, Beschäftigung aber auch noch ungelösten Fragen.
00:04:27: Aber das betrifft glaube ich im Moment alle.
00:04:29: Und wie würden Sie
00:04:30: für Deutschland insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen?
00:04:34: Gerade beim Thema KI einschätzen ist natürlich pauschal schwer zu beantworten.
00:04:38: Aber auch hier wird ja immer gesagt, es droht vielleicht eine neue Abhängigkeit vor den großen Tech-Unternehmen?
00:04:44: Wie ist Deutschland hier aufgestellt?
00:04:47: Also ich habe jetzt in den letzten zehn, fünfzehn Jahren mehrmals gesehen wie wandlungsfähig mittelständische und Firmenkunden sein können sowohl nach der Finanzkrise ganz stark nach Corona und ganz stark jetzt in der Frage, wie passen wir uns den neuen Gegebenheiten an?
00:05:06: Das ist ja nicht nur KI.
00:05:08: Da sind auch neue Handelskorridore, denen man sich stellen muss.
00:05:13: Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie antpassungsfähig, leistungsfähige und überlebensfähig Unternehmen sind.
00:05:23: Und da haben wir eine ganze Menge bewiesen.
00:05:25: Das hier ist noch mal eine neue Herausforderung.
00:05:31: mit welcher Kraft die Unternehmen da unterwegs sind, weil sie wissen es geht um sehr viel.
00:05:36: Aber auch gibt wahnsinnig viele neue Opportunitäten darf man auch nicht vergessen.
00:05:40: von daher wäre dann nicht so negativ aber ist eine große Herausforderung.
00:05:45: Zweite große Herausforderung und drei war Thema Nachhaltigkeit.
00:05:49: Man hat so ein bisschen den Eindruck, da hat auch gerade die Politik schon mal etwas mehr Gas gegeben Unternehmen vielleicht auch.
00:05:55: würden sie sagen das Thema wird zurückhalten da behandelt in den Unternehmen oder bleibt man hier dabei weil man sagt ist auch eine der Möglichkeiten auch gerade im globalen Wettbewerb vorne
00:06:05: zu sein.
00:06:07: Ich glaube vielleicht macht man es im Moment weniger laut Aber man bleibt nachhaltig an dem Nachhaltigkeitsthema dran.
00:06:16: Das sehe ich bei all meinen Gesprächen und Diskussionen, weil gerade jetzt wurde ja... Und wir sind ja so tagesaktuell auch mit ihrem Podcast.
00:06:27: Wenn man sich das Thema Straße Homoes ansieht wird einem wieder bewusst was die Abhängigkeit bedeutet Auch von fossilen Brennstoff Und ich glaube, ich habe es sogar letzte Woche irgendwo gesehen.
00:06:40: Die Neuzulassungen an elektrifizierten Fahrzeugen ist ein Rekord-High.
00:06:46: Das hat ja einen Beweggrund.
00:06:48: Ich glaube weil man erkennt auch wenn man es im Moment weniger laut macht das Thema der Nachhaltigkeit und Energiediversität zählt und das Verfolgen von diesen Maßnahmen ist bei jedem ganz oben auf der Agenda Das vernehmet es auch in jedem der Gespräche, wie macht man sich unabhängig?
00:07:09: Wie kann man sich auf andere Energieformen einstellen?
00:07:12: und aber auch wie operieren wir Nachhaltiger im Umfeld was einfach viel schwieriger
00:07:16: geworden ist.
00:07:16: Also Sie thematisieren das nach wie vor als Bank auch in den Kundengesprächen genauso wie vorher.
00:07:21: sie nehmen dann nicht den Fuß vom Barsch?
00:07:23: Überhaupt nicht!
00:07:23: Und wir sind eine der ganz großen Finanzierer was das Thema Nachhaltigkeit angeht.
00:07:28: ich glaube Wir haben uns ein ganz großes Ziel gesetzt, nah an neunhundert Milliarden dort zu finanzieren.
00:07:36: Um da auch weiter zu machen weil wir auch davon überzeugt sind dass es der richtige Ansatz ist.
00:07:41: Wir weiten das Feld so ein bisschen von der reinen Nachhaltigkeit hin zur Transformationsfinanzierung, denn es geht um viel mehr als nur die Frage reduziere ich meinen Fußabdruck sondern wie werde in dieser Transformation ein relevanter Spieler.
00:08:01: Dafür ist ja die Frage, braucht man auch auf der Finanzierungseite neue andere Produkte?
00:08:07: Muss man, wenn ich jetzt auf den Sortiment schaue als Bank, andere Schwerpunkte setzen und andere Produkten mehr betonen?
00:08:13: Also gibt es eine Veränderung im Finanzierungsmix dessen was Sie anbieten?
00:08:18: Ja also ich glaube nicht dass wir fundamental neue Produkte brauchen ob das ein Nachhaltigkeitsbond Oder ist einmal ein grüner Pfandbrief.
00:08:27: Alles das haben wir ja schon mal gemacht, es geht mehr um die Frage wie können wir abbilden was die Herausforderungen der Unternehmen sind in dieser Transformation?
00:08:38: Dass wir komplett neue Produkte brauchen würde ich jetzt so nicht sehen.
00:08:42: Was wir haben sind zum Beispiel aber auch Dienstleistungen wo wir mit Unternehmen definieren Wo befinden sie sich eigentlich auf dem Fahrt der Nachhaltigkeit oder der Transformation.
00:08:57: Ich finde das immer so erstaunlich, wenn man über absolut wir wollen besser werden spricht, das stimmt.
00:09:03: für das Besserwerden muss ich aber in T-Null überhaupt mal wissen wo stehe ich
00:09:07: denn?
00:09:08: Status quo!
00:09:09: So und um dann zu sagen wie definiere ich meinen fad nach vorne?
00:09:14: da sind wir ganz aktiv dabei weil wir Instrumente haben mit den Unternehmen im Diskurs festzustellen was ist der status quo?
00:09:22: Heißt das aber auch, je schneller der wirtschaftliche Wandel ist desto häufiger Grund oder intensiver sprechen Sie mir den Kunden?
00:09:30: Es nimmt dieser Tage nochmal mehr an Fahrt auf.
00:09:32: Würde ich schon sagen weil auch wie gesagt vor dem Hintergrund was wir da gerade sehen in der Straße von Homos und den Abhängigkeiten und den Herausforderungen Digitalisierung und auch künstliche Intelligenz.
00:09:45: Wir tun so als ist es die nächste Entwicklungstufe das stimmt.
00:09:49: Aber wenn wir ganz ehrlich sind, sind wir auch mit dem Thema der Digitalisierung noch nicht wirklich fertig.
00:09:54: Also da stecken wir ja auch noch mittendrin.
00:09:56: Von daher sehen wir einen ganz hohen Bedarf und natürlichen Bedarf was das Thema Effizienz angeht.
00:10:04: Der Druck wird größer, Marschen sind stärker unter Druck durch gestiegene Preise, durch verschiedene Abhängigkeiten.
00:10:11: von daher nehmen die Themen in der Diskussion mit den Firmenkunden.
00:10:18: Jetzt setzt Ihr Haus ja sehr stark auf das Thema Beratung, um sich im Wettbewerb zu differenzieren.
00:10:24: Wie kann man jetzt sicherstellen dass Ihre Mitarbeitenden sozusagen vor der Wende sind also dem Unternehmer auch helfen können diese Transformation über die Versprechen der Geschäftsmodelle kompetent zu begleiten?
00:10:38: Also wir sind keine Unternehmensberater!
00:10:40: Das muss ich sofort in die Klammer ziehen.
00:10:42: aber
00:10:43: Wir nutzen alles an Personalentwicklung, Qualifizierung Ausbildungsmaßnahmen um unsere Kolleginnen und Kollegen
00:10:52: sprechfähig
00:10:53: genau für diesen Dialog zu machen.
00:10:56: Wie
00:10:56: setzt man die Themen ein?
00:10:59: Um festzustellen was ist der Status quo?
00:11:02: Was haben wir als Haus aktuell gemacht?
00:11:05: Was sehen wir an Transaktionen um dann auch zu teilen?
00:11:09: Problemstellung das war der Ansatz.
00:11:12: Hier war unsere Lösung.
00:11:13: Hast du Artverwandte Unternehmen, die die gleiche Fragestellung haben?
00:11:18: Man muss nicht das Rad immer neu erfinden.
00:11:20: Es ist auch bei uns ganz oft das Thema wie bringen wir das Wissen aus all den tausenden Gesprächen, die wir haben so zusammen dass der Kollege rechts und links weiß was es quasi tagesaktuell passiert um möglicherweise einen ähnlichen Lösungsvorschlag zu machen?
00:11:38: Und das machen wir auf regelmäßiger Basis regelmäßigen Austausch auch mit großen Instituten, auch mit den großen Nachhaltigkeitsagenturen umsicher zu stellen.
00:11:51: Wir sind da immer State of the Arts sozusagen
00:11:54: und gibt es jetzt für Branchen oder für Geschäftsmodelle Cluster?
00:11:57: dass man also sagt für Auto haben wir jeden Cluster für eine andere Branche doch?
00:12:02: Also wir haben verschiedene Verticals so wie wir das nennen ja sowohl was das Thema Automotive angeht, sowohl als das Thema Defense angeht Und auch andere Sektoren, wo wir auch dezidiert entlang der Wertschöpfungskette in diesen Industrien definieren und oder unsere Kolleginnen und Kollegen mitnehmen.
00:12:23: Was ist in dem Sektor gerade passiert?
00:12:25: Was was erfordert dieser Sektur?
00:12:28: Was sehen wir an Trends und Treiber um sehr spezifisch bei diesen Unternehmen aktiv werden zu können.
00:12:35: Und was jetzt auch ihre internationale Präsenz ja vielleicht als Vorteil mit sich bringt?
00:12:40: Das geschieht auch international?
00:12:42: Oder tickt man dort noch, was diese Vortikanz angeht, eher national?
00:12:47: Nein.
00:12:48: Ich glaube das ist wirklich der differenzierende Faktor.
00:12:51: Faktormensch, faktornähe zum Kunden und dann der internationale Fußabdruck zu sehen, was passiert in der Welt.
00:13:01: Wir sind nicht die einzigen, die im Thema Nachhaltigkeit und Transformation unterwegs sind.
00:13:05: wir haben auch ein großes Nachhaltigkeits-Themen zb.
00:13:08: in Asien Weil viele der Unternehmen, oder fast alle der deutschen Unternehmen auch einen großen Stutzpunkt haben an irgendeinem Ort in Asien.
00:13:19: Und dort gibt es andere Spezifika-Herausforderungen und so versuchen wir die Brücke zu bauen von Europa in die relevanten Märkte und bilden dort dann die relevante Netzwerke ab.
00:13:33: Von daher ist das was wir machen auf der Transformation Nachhaltigkeitsseite.
00:13:37: Wenn sich so ein globales Thema oder hilft uns unsere Aufstellung in über fünfzig Ländern dieser Welt, wo wir Firmkunden begleiten aus ihrem Heimatmarkt oder vor Ort und dann zentralisieren wir wieder das Wissen.
00:13:51: Und dann geben wir es wieder nach draußen so dass wir möglichst großes Wissenssharing innerhalb der Organisation haben.
00:14:00: Ist denn für eine globale Hausbank?
00:14:02: immer noch von Bedeutung, dass die Leitung des Firmenkohlenbeschäfts mit ihm von einem deutschen Haus geübt wird und auch aus Deutschland herausgeschieden?
00:14:11: Also ich würde es mal weniger an der Nationalität fest machen als an der Tatsache.
00:14:17: Und unser Anspruch das wissen Sie ist ja wir wollen der europäische Champion sein im Bankenmarkt und da ist es wichtig, dass man einen starken Fußabdruck in seinem Heimatmarkt hat Weil nur wenn du den Heimatmarkt wirklich im Griff hast, kannst du in der Rest der Welt quasi reussieren.
00:14:36: Das ist unser Ansatz.
00:14:38: Starke Heimatmarkt aber verbunden mit einem großen internationalen oder globalen Netzwerk um dann diese Herausforderungen die alle Unternehmen auch international haben nach draußen zu tragen das Netzwerk zu bilden
00:14:52: und
00:14:53: da hilft uns dieser Aufstellung.
00:14:55: wir sehen im Moment wahnsinnig viele Gespräche im Hinblick auf das Freihandelsabkommen Europa-Indien und da brauchen Unternehmen jemanden, der eine Kenntnis zu dem Markt
00:15:07: hat.
00:15:08: Wir haben Tausende von Leuten schon sehr lange in Indien selber stationiert so dass wir hier der Gesprächspartner sind.
00:15:16: in der Frage wie baue ich mir eine Niederlassung?
00:15:21: mit welchen Partnern vor Ort kann man zusammenarbeiten?
00:15:24: was sind die Spezifika in dem Land.
00:15:29: Wie wird es versuchen, anzugehen?
00:15:30: Auch Sie persönlich noch einmal geschaut.
00:15:32: Wie teilen Sie denn Ihre eigene Arbeit zwischen Deutschland und Ausland?
00:15:37: Das würde mich interessieren.
00:15:38: Und wie viel Zeit bleibt Ihnen persönlich neben administrativen Aufgaben für das Bundgespräch?
00:15:44: Also ich habe ja so ein paar Leitplanken die einfach regulatorisch gegeben sind.
00:15:49: D.h.,
00:15:49: Ich muss mich um Compliance und Legal kümmern.
00:15:52: Und das sind auch fundamentale Bausteine für das Funktionieren von so einem großen Finanzinstitut.
00:15:59: Aber ich versuche, mir mindestens zwei Drittel meiner Zeit mit Kunden zu verbringen.
00:16:05: Und da würde ich mal sagen ist es dann... ...siebzig, dreißig, siebzig Prozent der Heimatmarkt, dreizig Prozent im Ausland weil durch das Reisen geht dann doch sehr viel Zeit verloren.
00:16:16: aber wie gesagt auch alle Unternehmen aus unserem Heimat Markt in den internationalen Märkten sind bedingt es auch die internationale Komponente ganz stark.
00:16:28: Aber zweitrin in meiner Zeit verbringe ich mit Kunden genau vor dem Hintergrund, den wir der Eingangs besprochen haben.
00:16:34: Vengulatorik betrifft ja auch die Transformationsfinanzierung.
00:16:37: Darauf nochmal kurz geschaut.
00:16:39: Würden Sie sagen es gibt irgendwelche Händnisse wo die Regulierung sich verändert müsste um Transformationen zu
00:16:50: erleichtern?
00:16:51: Naja, ich glaube das erste Regelwerk was man mal auf die Straße gebracht hat zum ESG-konformen zur ESG-konformen Finanzierung.
00:17:01: Die war schon schwer anwendbar.
00:17:05: und
00:17:06: auch die Tatsache, was ein Finanzeinstitut dann sicherstellen sollte dass das mittelständische Unternehmen sich gratuell verbessert was CO² angeht.
00:17:16: man hat uns so ein bisschen zum Schiedsrichter gemacht.
00:17:22: Ich würde nicht sagen Hindernis.
00:17:24: aber es gibt ein paar Themen Die sind nicht so ganz trivial dann auch immer umzusetzen in der Vielzahl und in der Andersartigkeit von all den Unternehmen, die da draußen unterwegs sind.
00:17:39: Und von daher passt auch die stückweise
00:17:44: Anpassung
00:17:45: oder vielleicht auch einfach nur das Innerhalten was Regulierung angeht gut zu dieser aktuellen Situation.
00:17:52: Jetzt kommt aber gerade von USA eigentlich eine ganz andere Grundhaltung, ein anderer Approach vor zwei oder drei Wochen wurde angekündigt, eine massive Abrüstung in der Regulierung.
00:18:03: also gerade die Regeln sollen sich auch wieder ändern.
00:18:06: dieses Basel Drei Endgame
00:18:08: wird für den USA
00:18:09: ja so bespielt dass man die nationalen Banken zumindest entlasten will.
00:18:14: Von dem Hintergrund stellt sich ja so bisschen die Frage wie in anderen Politikbereichen auch?
00:18:17: Wie geht Deutschland damit um?
00:18:20: Wir haben immer für ein Level-Playing-Field plädiert, das macht ja auch sehr viel Sinn aus dem Leben heraus.
00:18:25: Aber die Frage ist natürlich wenn ihr zu einem großer Player wie die USA sagt wir machen die Dinge anders
00:18:30: sollen wir uns
00:18:31: dort anpassen?
00:18:32: oder sagen wir in Europa?
00:18:33: Wir machen auch in der Regulierung unser Ding weil wir es eben für richtig halten.
00:18:38: Das ist ein guter Punkt und in der Tat Level-Plane Field ist natürlich ein ganz bedeutsames insbesondere wenn sie um das Guteigenkapital Wir werben und wir werben dann alle um den gleichen Euro oder Dollar Eigenkapital.
00:18:54: Ich glaube nicht, dass wir in Europa sehen oder so ein Race to the bottom vollziehen sollten.
00:19:03: im Innerhalten der aktuellen Regulierung würde uns schon helfen um mit den Gegebenheiten
00:19:12: zurechtzukommen
00:19:14: weil wenn diese Verzerrung größer werden würde Und wenn man in der Tat Basel III einfach nur nicht anwendet, dann sind es um zig Milliarden an zusätzlichem Eigenkapital für amerikanische Banken.
00:19:32: Das ist kein Fingerzeig, das ist halt einfach.
00:19:35: du machst ein hundert Meter Lauf und der eine steht schon bei meterdreißig.
00:19:41: Und das vergisst man dann relativ schnell.
00:19:43: Dann vergleicht man wieder US-Häuser mit europäischen Häusern und fragt sich, warum sind die Profitabeler?
00:19:48: Was könnt ihr denn nicht?
00:19:51: Wir können es nicht!
00:19:52: Der hat schon dreißig Meter Vorsprung in all dem was er da tut.
00:19:56: Von daher geht auch in der Tat um die Frage welchen Finanzsektor will man in Europa haben?
00:20:02: Ich glaube man hat spätestens nach Corona oder im Corona gesehen wie bedeutsam funktionierender Finanzmarkt ist, um Volkswirtschaft und das industrielle Herz am Pumpen zu halten wenn sie so wollen.
00:20:18: Und ich glaube wir brauchen dringend diesen einheitlichen europäischen Kapitalmarkt weil wir aktuell deutlich zu zersplittert unterwegs sind.
00:20:27: also wir haben die dreißig Meter Vorsprung im Startblock und setzen unseren dann nochmal fünf sechs Meter zurück weil wir nicht den einen europäischen Markt haben.
00:20:36: Wir haben den französischen Kapitalmarkt, den spanischen, den deutschen und splitten das Kapital noch mal mehr in Einzelteile.
00:20:45: Das sollte man deutlich überdenken.
00:20:48: Welchen Kapitalmarken will man?
00:20:50: Muss man komplett die Regulierung zurückfahren?
00:20:52: Nein im Innerhalt würde schon helfen Und der europäische Kapitalmarkt wäre, glaube ich von Bedeutung auch für dem Hintergrund.
00:21:00: Der riesigen Voluminas die dort anstehen für Transformationsfinanzierung, Infrastruktur, Netzinfrastruktur, Digitalisierung, künstliche Intelligenz.
00:21:11: Ich glaube das wird uns helfen.
00:21:12: Auf der anderen Seite wissen wir schon lange dass wir das brauchen.
00:21:15: aber das Projekt Kapitalmarkt Union kommt einfach nicht aus den Startblöcken wenn ich hier im Bild bleiben darf.
00:21:21: also hat die Politik die Dringlichkeit ausreichend verstanden, dass ihr Haus das sehr betrifft, leuchtet ja sofort ein.
00:21:28: Andere Banken in Deutschland sind da vielleicht jetzt nicht ganz so getroffen?
00:21:32: Also die Frage ist, dass der Politik ausreichender klar, dass da hier jetzt mehr geschehen muss?
00:21:38: Ich glaube es ist
00:21:39: kein Erkenntnisproblem mehr und auch die aktuelle Situation führt das hier quasi klassisch vor Augen, was es da braucht.
00:21:49: Die Konsensfindung ist halt immer das Thema Und wir werden natürlich auch immer wieder konfrontiert mit sich überlagerten Krisen, mit all denen was wir gerade da aktuell sehen.
00:22:01: Aber ich glaube das ist kein Erkenntnisproblem mehr sondern die Frage
00:22:06: wie
00:22:07: setzt man es
00:22:08: so
00:22:09: um dass alle Beteiligten damit komfortabel
00:22:11: sind?
00:22:12: Wenn Sie noch einmal auf die Politik geschaut einen Wunsch hätten für die Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland um das Wachstum nach vorne zu bringen einwünscht.
00:22:24: Na ja, was ich von den Unternehmen und das ist dann auch keine neue Erkenntnis.
00:22:27: Ich glaube, dass es unser Thema der Bürokratisierung ein ganz großer Sinn ist Und das Thema der Digitalisierung Verwaltung Behörden Das ist schon eins.
00:22:36: also könnten wir deutlich schneller werden bei Baugenehmigungen zum Beispiel Einreichung der Unterlagen End-to-end Prozesse in zulassen Genehmigungsverfahren.
00:22:48: Wir sind langsam oder langsamer geworden, was große Infrastrukturprojekte angeht.
00:22:56: Weil wir teilweise länger brauchen für Genehmigungen als für die eigentliche Bauphase.
00:23:01: und auch da kein Erkenntnisproblem.
00:23:04: Wo legt man den grotischen Knoten durch um das dann umzusetzen?
00:23:10: Vielleicht anderthalbwünsche, aber die gehört irgendwie so zusammen.
00:23:14: Das wäre mein Wunsch.
00:23:15: Der Mann würde ja doch sagen Geld ist ausreichend vorhanden.
00:23:18: also der Staat hat genug Geld ins Feuer gestellt mit den Sondervermögen.
00:23:23: wir stellen ja auch fest dass wenn ich auf die Vermögensanlage privater Kundenschauer eigentlich zirkuliert genug Geld um die Welt was man auch produktiv einsetzen könnte.
00:23:34: nur es wird sozusagen auch wieder im Bildplan nicht richtig auf die Straße gebracht.
00:23:40: Und das ist, glaube ich mit... Das ist alles groß oder sehr groß was an Liquidität, Finanzierungsmöglichkeiten.
00:23:49: Es geht mehr um Wirkung.
00:23:53: Um Impakt?
00:23:53: Ja und ich glaube da liegt auf der einen Seite die Herausforderung.
00:23:59: oder auf der anderen Seite wenn ich mir vorstelle wie bedeutsam wir wirklich durch viele Krisen gekommen sind Was für Möglichkeiten in dem Land haben was wir für tolle Unternehmen haben, wenn ich mir jetzt vorstelle.
00:24:16: Wir kriegen diesen Impact erhöht oder wir kriegen ihn von der Kette gelassen?
00:24:21: Was wir dann für ein Potenzial als Land und als Europa hätten,
00:24:25: das
00:24:25: könnte sich schon mit vielen anderen messen
00:24:28: lassen.
00:24:30: Sie haben ja zwar persönliche Fragen wie immer am Schluss des Podcasts sie haben BWL studiert
00:24:37: und ihr
00:24:37: Berufsweg in der Wirtschaftsprüfung geworden.
00:24:39: Was hätte sie alternativ
00:24:40: gereizt Anstatt der Wirtschaftsbrüche?
00:24:43: Oder
00:24:45: BWL.
00:24:47: Also, was ich wirklich spannend finde insbesondere vor dem Hintergrund jetzt, was da passiert, was Raumfahrt-Technologie angeht und die Eroberung des Weltalls mit neuen Unternehmen auf der Satellitenseite... zur Geltzeit war das so nicht unwohl.
00:25:08: Aber das finde ich hochgradig spannend, weil es mit Märkte noch mehr dramatisch
00:25:12: werden kann.
00:25:13: Sie standen dann an der Spitze der BIPO-Vereinsbank und die Fragen mussten kommen was hat sie denn motiviert Finanzvorstand eines Fußballvereins zu werken?
00:25:21: Ich habe das mal in Scherzhaft gesagt Es gibt zwei Wollen für die man sich nicht bewerben.
00:25:26: Das ist doch nicht Papst oder... Papst!
00:25:29: Und die Runde beim
00:25:30: FC Bayern.
00:25:31: Papst geht nicht, weil er heiratet und zwei Kinder daraus Und
00:25:38: da sind sie auch wieder als Banken gewechselt.
00:25:41: Vor dem Hintergrund, das was wir eingangs besprochen haben, wo steht unser Land?
00:25:45: Wo steht unsere Industrie-Herausforderung da?
00:25:49: nochmal mit anzugreifen und einen Impact oder einen Beitrag zu leisten dieses Land nach vorne zu bringen in der nicht trivialen Situation Das hat mich einfach wahnsinnig gereizt.
00:26:01: Ja, und das ist eine tolle Aufgabe hier!
00:26:03: Und ich sehe ja wie groß die Redebedarf ist, Land auf, Land ab... ...und ich sehe auch wie Händeringenunternehmen jemandem suchen.
00:26:14: Wir haben nicht immer die Antwort aber wir können zuhören, wir können
00:26:19: eine
00:26:19: Parallele herstellen oder wir können aber auch Ratschläge geben was wir in anderen Situationen sehen weil wir vor vielen Herausforderungen stehen.
00:26:28: Dafür gibt es kein wirkliches Patentrezept.
00:26:31: Und da mitten dabei zu sein, dass man nicht einfach...
00:26:38: Absolut!
00:26:40: Vielleicht noch mal in München.
00:26:42: Ihr Wohnsitz hat ja auch eine ganz ausgeprägte Start-up-Szene.
00:26:46: Wenn Sie jetzt nicht hier im Hause der Deutschen Bank wären, sondern würden sagen ich möchte mal ein Start-Up machen und raunfragen nämlich jetzt mal raus aber was könnte das sein?
00:26:55: Was würde sich da noch faszinieren als Bereich noch mal ganz vor vorne anzufangen sozusagen, als Gründe.
00:27:03: Also im Start-up in dem Bereich Nachhaltigkeit oder Transformation das finde ich schon hochgradig spannend weil die bei der Bedarf so wie sich groß da ist.
00:27:17: jetzt klingt es alles so verlockend.
00:27:21: Ich weiß aber auch wie hart es ist ein Unternehmen wirklich zu gründen
00:27:24: Ja,
00:27:25: und wie groß die Durststrecke ist.
00:27:27: Und wir reden dann immer über die zehn Prozent, fünfzehn Prozent,
00:27:31: die es geschafft haben.
00:27:32: Es gibt aber auch den Riesenteil an Unternehmen, die's nicht geschafft haben, weil in dem Bereich das finde ich ganz, ganz spannend und ich bewunder Land auf, Land ab, sei es in München, aber auch in allen anderen Bundesländern Auch da wieder was wir für eine kreative Gestaltungskraft Wir haben.
00:27:50: Skalierung wäre ein Thema.
00:27:55: Ich schaue da ganz vorsichtig in Ihre Richtung.
00:27:57: Universitäten, die Ausgründungen helfen oder sich beteiligen und oder jungen Leuten ermöglichen wirklich zu sagen wir helfen dir bei einer ausgründung.
00:28:07: ich glaube das ist ein stück weit des was wir uns von den USA
00:28:09: auch abkommen weil es bei uns auch mentalitätsmäßig
00:28:12: zugenommen
00:28:13: hat.
00:28:13: also es gibt immer mehr junge Leute wie wenn wir sagen ich will in die Konzernzentrale sowie früher.
00:28:18: ich möchte selbst was machen.
00:28:21: Unsere Studierenden, und da sind wir bei der vorletzten Frage stehen bald vor dem Eintritt ins Berufsleben.
00:28:26: Was würden Sie sagen?
00:28:28: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte man mitbringen um sich auch künftig in der Praxis zu behaupten?
00:28:33: Ja
00:28:34: also ich finde es eine absolut spannende Phase jetzt im Berufsleben einzutreten.
00:28:38: und ich sage auch zwei Töchter haben für den Jahr zwanzig-zweiundzwanzig und mit vielen jungen Kollegen Dualstudierende oder aber auch nach einem Tönnibrogramm.
00:28:51: Im Grunde genommen kann die Generation Karriere nicht vermeiden, weil allein die Alterspyramide führt dazu dass es auf diese jungen Menschen zuläuft.
00:29:01: Ob man Karrieren und wie man sie für sich definiert muss jeder für sich beantworten.
00:29:06: Vermeiden wirst du sie kaum können.
00:29:10: Und der andere Teil ist neu gierig
00:29:14: zu bleiben.
00:29:15: das Studium
00:29:16: ermöglicht den Einstieg Was man dann aber in drei, fünf, sechs Jahren macht.
00:29:22: A complete different story.
00:29:24: Dafür brauche ich ein Stück weit Flexibilität Räumlich und mental zusammen.
00:29:30: Ich lass mich auf was anderes ein.
00:29:32: Ich gehe mal aus meiner Komfortzone raus Auch wenn der Job den ich jetzt gerade mache ist läuft gut Und verstehe mich gut mit dem Kollegen.
00:29:40: Aber raus aus den Schulen, raus aus der Komfortzone Ist glaube ich ein ganz spannendes Thema Und das ist ein Evergreen, aber ninkt jetzt natürlich noch mal dramatisch zu lebenslanges Lernen.
00:29:51: Hat vor dem Hintergrund künstliche Intelligenz nochmal völlig anderen Stellen wert, weil das reine
00:29:58: Sachwissen
00:29:58: ... Das wird nicht mehr tragen!
00:30:01: Die Frage ist der Interpretation?
00:30:03: Wie bringe ich es
00:30:05: rüber?!
00:30:06: Wie kam überhaupt das zustande was mir die Kalbi da irgendwie vorschlägt?
00:30:11: und oder wie gehe ich mit den Instrumenten um?
00:30:14: Das befügt diese Generation extrem wichtig.
00:30:20: Wenn da jemand will, Karriere wirst du in dieser Tage komfort
00:30:23: meinen können.
00:30:24: Und vor Nieder- und Erwandlungsprozesse würden Sie sagen, dass dann auch eher eine breite Ausbildung zum Beispiel im Studienbund ist?
00:30:34: Also Spezialisierung kommt dann eh später je nachdem wo man einsteigt was man macht.
00:30:39: Jetzt ist er mal mehr generalistisch.
00:30:44: Wie verknüpft man all diese Themen, die man da gelernt hat?
00:30:48: Ich glaube darum geht es.
00:30:49: Spezialisierung kann dann später kommen.
00:30:51: Letzte Frage ja gar keine Frage mehr ist sondern bitte um eine Satzergänzung.
00:30:55: Wir haben jetzt ganz viel gesprochen über wirtschaftlichen Wandel also über Transformation.
00:31:00: und wenn es ein Satz gäbe das stünde Transformation am Beginn dann käme ein Gedankenstrich.
00:31:05: wie würden sie den ergänzen?
00:31:09: Transformation an Beginn ist die große Herausforderung oder die große
00:31:16: Chance
00:31:18: für unser Land und für Europa.
00:31:21: Dann lieber Herr Diederich, ganz herzlichen Dank, dass wir heute Morgen Impuls fühlen durften!
00:31:25: Und man merkt er geht hoch wenn es um Transformation geht.
00:31:29: das macht Ihnen Spaß da wollen Sie dabei sein.
00:31:31: ich darf Ihnen die Daumen drücken für sie persönlich und für ihr Haus, dass Sie immer am Ball bleiben, dass das positiv ausgeht.
00:31:37: alles Gute und vielen Dank für
00:31:38: heute.
00:31:39: Herzlichen Dank hat sehr viel Spass gemacht.
00:31:40: Ich bin sehr gefreut danke.