00:00:17: Der
00:00:34: demografische Wandel ist ein zentraler Treiber auch der wirtschaftlichen Transformation.
00:00:39: Lange schon wird zu dem darüber diskutiert, wie man mit diesem Struktur-Trend im Rahmen der staatlichen Altersvorsorge umgeht.
00:00:48: Professor Dr.
00:00:49: Martin Werding von der O-Universität Bochum war Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten sogenannten Rentenkommission, die im Juni ihren Abschlussbericht mit dreiunddreißig Vorschlägen vorgelegt hat.
00:01:03: Eine zentrale Forderung ist die Einführung einer gesetzlichen Kapitalrente nach schwedischem Vorbild.
00:01:10: Für Werding ist wichtig dass es dabei Konkurrenz unter den Anbietern gibt.
00:01:16: Wir brauchen da Wettbewerb.
00:01:18: Der hilft in beide Richtungen, also wenn wir ein staatliches Angebot machen und zu einem Angebot das der ersten Säule zuzurechnen ist – der gesetzlichen Alterssicherung -, dann passt sowas durchaus.
00:01:29: Dann brauchen wir private Konkurrenz um letzten Endes die Anleger zu schützen vor politischem Druck auf die Anlagestrategien vor Versuchen, deutsche Infrastruktur, deutsche Industrieunternehmen mit den Mitteln zu retten.
00:01:42: Da muss man ein bisschen aufpassen.
00:01:43: nicht wenn Anleger dann einfach umschichten können, wenn sie merken dieser Staatsform wird missbraucht.
00:01:48: Dann ist das letzten Endes in Schutz.
00:01:49: und andererseits international beobachten wir dass gut gemachte öffentliche Angebote kostenmäßig besser dran sind ja auch keine Gewinne erzielen wollen keine Provisionen zahlen.
00:01:59: klar brauchen Sie irgendeine Form von Erreichbarkeit in dem Sinne aber Sie brauchen keinen Vertrieb.
00:02:03: Und so dieses Wechselspiel, die einen halten.
00:02:05: Die anderen im Schach was den politischen Risiken betrifft und umgekehrt was die Kostensituationen betriffe.
00:02:10: Das ist eigentlich in Schweden das ist in Großbritannien bei der Betrieblichen Vorsorge jeweils ein Erfolgsmodell und es wäre zu wünschen dass wir das auch so hinkriegen.
00:02:35: Ja lieber Herr Werding, herzlich willkommen zu Paul am Puls!
00:02:39: Im Mittelpunkt unseres Podcast stehen ja langfristige wirtschaftliche Transformationsprozesse und zu den Ursachen zweitlos zählt auch der demografische Wandel.
00:02:49: Ich würde mich heute gerne mit Ihnen unterhalten über die präsentierten Dreiunddreißig Vorschläge der von der Bundesregierung eingesetzten, ja sie heißt Alters Sicherungskommission.
00:03:00: Kurz wird Sie Rentenkommission genannt, der Sie hier angehört
00:03:04: haben.
00:03:05: Aus ganzem Punkt sind ja die Strukturverschiebungen.
00:03:08: Man könnte eben auch sagen Transformation der Bevölkerung.
00:03:11: und da sind wir beim Stichwort Ich weiß nicht, Herr Werling.
00:03:14: Wann zuletzt einen Kommissionsbericht von der Politik so plant?
00:03:18: Sie es zumindest so sagt, sie ist zumindest vollständig umgesetzt worden werden soll.
00:03:24: Hat sich dieses Statement der Politik überrascht oder haben Sie es aufgrund von Sondierungen die Sie immer mal machen auch erwartet?
00:03:32: Nein wir haben bis zuletzt eigentlich gerungen um inhaltliche Einigung bei strittigen Punkten zwischen den beiden Koalitionsparteien.
00:03:41: Wir hatten jetzt viele Jahre große Koalitionen, wo sehr unvereinbare Ideen zur Rentenversicherung bestanden, wo man einfach gesagt hat wir einigen uns gar nicht.
00:03:48: Wir machen alles was uns irgendwie sinnvoll erscheint ohne Blick auf Finanzierbarkeit auf die Frage wie das zusammenpasst und in der Kommission haben wir eben intensiv über einzelne Themen gesprochen und auch immer gute Mehrheiten gehabt für Veränderungen, die dann doch irgendwie sinn voll und stimmig schienen.
00:04:07: Die Politik hat dann aber gleichsam noch mal die Regeln angezogen.
00:04:10: Frau Baas hatte signalisiert, wenn da Einstimmigkeit besteht bezüglich des Konzeptes, dann können wir es umsetzen.
00:04:16: und das ist eine Stelle wo wir uns alle angeguckt haben gesagt haben einstimmig kann man das überhaupt erreichen?
00:04:22: Und wir haben es dann aber gemeinsam auch so gelesen dass wir gesagt haben Wenn wir inhaltlich vorankommen, dann kann nicht jedem alles gefallen.
00:04:28: Dann müssen wir am Ende und wir haben's wirklich einmal so zur Abstimmung gestellt tatsächlich uns alle hinter das Gesamtkonzept stellen ohne Gegenstimmen ohne Enthaltung sogar, trotz Bauchschmerzen die man in jedem Punkt haben konnte.
00:04:40: Und das war wirklich eine Frage so der letzten acht Tage ob wir dieses Ziel erreichen oder nicht.
00:04:45: und danach war die Politik natürlich unter Zug.
00:04:47: zwar wenn wir ihn das jetzt zu hinlegen und da wollte ich mit der Kommission ein umsetzbares Konzept hinlegen.
00:04:55: Besonders bemerkenswert, wenn man mal so ein bisschen die einzelnen Elemente durchgeht, die im Vordergrund stehen.
00:05:00: Weil für das deutsche Altersvorsorgssystem ja innovativ sind Die Vorschläge zur gesetzlichen Kapitalrente nach schwedischem Vorbild im Wesentlichen.
00:05:09: Obwohl ein solches Element schon lange gefordert wird Rührte der bisherige Widerstand daher dass die Deutschen Wenn man das so pauschal sein darf keinen Kapitalmarkt und erst recht keine Aktienfanzen.
00:05:21: Das spielt ganz klar eine Rolle.
00:05:22: Im Grunde, wenn man demografische Alterung hat weniger junge Menschen die Beiträge zahlen können, die direkt Renten im Umlagesystem finanzieren dann ist Kapitaldeckung eigentlich ein No-Brainer wo also Generationen, die vielleicht relativ zahlenmäßig stark sind Babyboomer eben rechtzeitig anfangen Geld beiseite zu legen damit sie den Rente kriegen ohne dass die jungen Leute das zahlen müssen.
00:05:43: und dem haben wir uns in Deutschland nur ganz langsam angenähert Wenn man sieht welche Rentensysteme international als vorbildlich gelten Niederlande, Schweden.
00:05:51: Die haben Kapitaldeckung eben nicht nur in einem Instrument sondern die haben gut ausgebauten betriebliche Systeme, die private Vorsorge funktioniert hat.
00:05:59: und die staatlichen Renten haben da auch auf verschiedene Weise Kapitaldreckungen.
00:06:03: Und wir in Deutschland haben uns mit der Riester-Rente vor über zwanzig Jahren ein bisschen in die Richtung bewegt.
00:06:09: Das war nicht
00:06:10: so tätig geworden?
00:06:11: Überhaupt nicht!
00:06:11: Und zwar genau deswegen weil glaube ich die frische Erfahrung damals waren Menschen hatten Vor dem Hintergrund, wo das in Deutschland tatsächlich lange Zeit nicht sonderlich beliebt war.
00:06:22: Erste Erfahrung mit dem Aktienmarkt gemacht, Telekom-Aktien gekauft, am neuen Markt ein bisschen experimentiert auf eine Weise die für Altersvorsorge nicht taugt.
00:06:30: Nicht mal kauft einzelne Aktien und hofft dass sie irgendwie möglichst schnell an Wert gewinnen.
00:06:35: Das war also dann nach den Plätzen der E-Commerce Blase, im Grunde nicht mehr das Bild.
00:06:40: Und dann hat man diese Riesterrente so angelegt dass sie möglichst sicher ist mit Garantien und allem und da kann eben einfach nichts rauskommen weil Garantie teuer sind, weil Sie Erträge kosten und auch noch die Anbieter relativ hohe Kosten drauf gegangen haben.
00:06:53: Also wir haben es bisher ganz vorsichtig und falsch angefasst.
00:06:56: Wir müssen da freier werden.
00:06:58: Und was sind denn Ihre Vorstellungen?
00:06:59: Soll es allein ein staatliches Angebot für diese Komponente geben oder soll auch auf Wettbewerb gesetzt werden?
00:07:05: Wir brauchen da Wett bewerbt.
00:07:07: Der hilft in beide Richtungen, also wenn wir ein staatliches Angebot machen und zu einem Angebot das der ersten Säule zuzurechnen ist – der gesetzlichen Alterssicherung -, dann passt sowas durchaus.
00:07:18: Dann brauchen wir private Konkurrenz um letzten Endes die Anleger zu schützen vor politischem Druck auf die Anlagestrategien vor Versuchen, deutsche Infrastruktur, deutsche Industrieunternehmen mit den Mitteln zu retten.
00:07:31: Da muss man ein bisschen aufpassen.
00:07:32: nicht wenn Anleger dann einfach umschichten können, wenn sie merken dieser Staatsform wird missbraucht.
00:07:36: Dann ist das letzten Endes in Schutz.
00:07:38: und andererseits international beobachten wir dass gut gemachte öffentliche Angebote kostenmäßig besser dran sind ja auch keine Gewinne erzielen wollen keine Provisionen zahlen.
00:07:48: klar brauchen Sie irgendeine Form von Erreichbarkeit in dem Sinne aber sie brauchen keinen Vertrieb Und so dieses Wechselspiel die einen halten, die anderen im Schach was den politischen Risiken betrifft und umgekehrt was die Kostensituationen betriffe.
00:07:58: Das ist eigentlich in Schweden das ist in Großbritannien bei der Betrieblichen Vorsorge jeweils ein Erfolgsmodell und es wäre zu wünschen dass wir das auch so hinkriegen.
00:08:06: Aber muss sich nicht erstarrt wenn er jetzt dieses Element neu im Rentensystem verankert gemeinsam mit anderem viel intensiver.
00:08:14: und das können wir was für finanzielle Bildung nennen?
00:08:17: Auf jeden Fall.
00:08:18: Also natürlich sollte so ein staatliches Angebot schon auch, ich sag mal klickbar sein einfach sein verständlich sein und damit auch diejenigen sofort mitnehmen können, die tatsächlich keine Finanzbildung haben.
00:08:29: aber Wahlmöglichkeiten zu nutzen ein privates Angebot zu wählen oder auch neben dem was jetzt als gesetzliche Kapitalrente Vorgesehen ist mit zwei Prozentpunkten, das reicht offen gestanden noch nicht aus neben unseren gesetzlichen Renten zur Lebensstandardsicherung um Alter.
00:08:45: Da Erfahrung zu gewinnen in dem Sinne praktische Finanzbildung zu erwerben kann helfen dann auch im Bereich der betrieblichen Vorsorge wo man auch nicht so viel Wahlmöglichkeiten hat oder bei der staatlich geförderten Privatregel jetzt bessere Entscheidungen zu treffen und insgesamt besser vorzusorgen.
00:08:59: Also zwei Prozent Punkte sind es jetzt initial?
00:09:02: Oder erst mal darauf hinaus muss man sagen.
00:09:05: Aber
00:09:05: auch das fällt ja in eine so könnte man vielleicht sagen schierige Zeit, ungünstige Zeit.
00:09:11: Was die konjunkturelle Entwicklung also die Wirtschaft angeht, die belastet wird und auch zu Verbraucher gab es in der Kommission Überlegung deshalb dieses Element zwar zu verankern aber zur Maschinen
00:09:23: Verschiebten eigentlich nicht.
00:09:24: Klar haben wir drüber nachgedacht, wie schnell man so was in Gang setzen kann?
00:09:28: Wir schlagen konkret vor jetzt achtundzwanzig schon anzufangen das ist sehr schnell.
00:09:36: und dann innerhalb von also mit jeweils kleinen Schritten null Komma fünf Prozentpunkte über vier Jahre aufbau noch zwei Prozent.
00:09:42: Das gibt eine gewisse Reaktionszeit.
00:09:45: die Belastung für die Arbeitnehmer es ja eine Sache.
00:09:47: denen kann man erzählen ihr spart jetzt für euch selber.
00:09:50: Ihr zahlt keine Beiträge an ein Umlagesystem, die erst mal weg sind und ihr müsst hoffen dass in dreißig Jahre später dann noch auch eine gute umlage rente kriegt.
00:09:58: und ihr zahlt in einem system wo ihr zuschauen könnt wo das vermögen liegt wie es sich für euch entwickelt.
00:10:03: bei den arbeitgebern ist das schwieriger.
00:10:04: die haben die zusätzliche kostenbelastung und werden erst im zeitablauf davon profitieren dass wir keine weiteren beitragsatz steigerungen haben.
00:10:12: aber wenn wir das zu sehen die zukunft schieben dann dauert es zu lang, bis diese zusätzlichen Renten eben auch das Sicherungsniveau erkennbar beeinflussen.
00:10:23: Nach fünf Jahren Ansparzeit kommt da noch nicht viel raus und nach zehn wird's langsam interessant.
00:10:26: so richtig fliegend tut zum System erst wenn man vierzig-fünfundvierzig Jahre erwerbsbegleitend eingezahlt hat.
00:10:31: Dann kommen wir zu Sicherungs niveaus die wir ganz lange nicht gesehen haben in Deutschland.
00:10:35: aber wir müssen irgendwann damit anfangen Auch wenn die Zeit gerade ungünstig ist.
00:10:40: Für Aufsehen hat darüber hinaus gesorgt, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll.
00:10:47: Es gibt viel Kritik
00:10:48: gerade in
00:10:48: jüngeren Menschen?
00:10:49: Ist sie für Sie verständlich?
00:10:52: Nicht
00:10:52: ganz!
00:10:53: Ich habe von jungen Leuten gehört, dass Sie jetzt im Grunde später in Rente gehen müssen damit die Baby-Boomarbeiter fette Renten bekommen.
00:10:58: Das stimmt ja nicht zusammen.
00:10:59: also wann jemand der heute um zwanzig dreißig ist in dreißzig fünfzehntig Jahren in Rnte geht es völlig irrelevant für die Frage wie wir die rentenzwanzig fünfundreißig finanzieren.
00:11:09: Die jüngeren Menschen sollen länger arbeiten zur Sicherung ihrer eigenen Rente.
00:11:14: Denn das ist der zweite Aspekt des demografischen Wandels, wir haben einmal die gesunkenen Geburtenzahlen, die die zahlmäßigen Relation von Beitragszahlerinnen auf der einen Seite, Rentenbeziehungen auf der anderen Seite ungünstiger werden lassen.
00:11:26: Wir haben einen klaren Trend der steigenden Lebenserwartung.
00:11:29: Wir wissen nicht wie stark er in den nächsten dreißig Jahren sein wird.
00:11:32: Wir müssen aber damit rechnen dass Menschen ja so alle zehn Jahre Ein Jahr vielleicht ein bisschen weniger.
00:11:41: Zuletzt ist das ein bisschen gedämpft worden, diese Erwartung länger leben und das bedeutet wenn wir das alles in längere Rentenlaufzeiten geben dann müssen die monatlichen Renten immer kleiner werden.
00:11:50: also wer in thirty Jahren in Rente geht und monatliche brauchbare Rente haben will der muss bereit sein auch ein bisschen länger zu arbeiten.
00:11:56: Das ist ein vernünftiger Ausgleich Und so wie wir es angelegt haben passiert Es auch nur wenn und in dem Maße Wie Die Lebenserwartung tatsächlich steigt.
00:12:05: Also ist die Kritik unberechtigt derjenigen, die sagen wir müssten als jüngere Menschen länger hänzahlen?
00:12:12: Wir müssen länger arbeiten.
00:12:14: Aber am Ende kriegen wir doch weniger Leistung als unsere Eltern.
00:12:17: Das stimmt
00:12:18: es doch.
00:12:18: Weniger Leistung aus dem Umlagesystem wahrscheinlich.
00:12:21: das kann man je besser die Kapitalgedeckte Ergänzung sich entwickelt gezielt herunterfahren und das senkt dann eben auch die Beitragsbelastung für den Rest des Erwerbslebens der heute Jüngeren und erst recht die Beiträge ihrer Kinder- und Kindeskinder.
00:12:34: Man muss immer in so Generationen vergeben.
00:12:37: Und die Gesamtrente der heute Jungen wird definitiv besser sein, also für die nächsten fünf Jahre, für die nächste zehn Jahre kann man das noch nicht versprechen.
00:12:45: da können Kapitalmärkte sich auch relativ ungünstig entwickeln.
00:12:48: aber in den längeren Wellen haben wir klar einen Gewinn zu erwarten.
00:12:51: wenn man vierzig Jahre, fünfvierzig Jahre im Grunde Monat und Monat einzahlt Dann ist sogar eine Krise eine gute Nachricht, weil man vorübergehend aktienbillig dazukauft und anschließend eben am Wiederausschwung teilnimmt.
00:13:03: Sie werden höhere Rente kriegen und sie müssen eben nur deswegen länger arbeiten, weil sie auch proportional eine längere Rentenlaufzeit haben werden.
00:13:11: Aber auf einem Thema ist gerade unsere jüngeren Leute noch sehr verpreizelt.
00:13:16: Wo wann sie Kritik üben?
00:13:17: Das ist das Thema Mini-Jobs.
00:13:20: Abschaffung gegen Anführungszeichen, also abschaffungen zu steiligen Privilegs der Sonderregelung kann für Mini-Jobs, da gehen zahlreiche Branchen auch Politiker nach oben.
00:13:32: Ist das ein Punkt der für einer großen Bedeutung ist er also
00:13:35: viel nutzt vom Volumen
00:13:37: hierher?
00:13:38: Warum haben Sie den auch mit Einbezogen?
00:13:40: Also wenn es nur darum ginge, dass bisherige Minijobs jetzt in Zukunft auch Rentenversicherungsbeiträge zahlen.
00:13:46: Im Grunde müssen sie sich ja die Betroffenen können nur rausoptieren und das tun fast alle über achtzig Prozent.
00:13:52: Wenn es nur um diese Beiträge ging wäre völlig bedeutungslos für die Rentenfinanzierung.
00:13:56: Es geht im Prinzip bei den Minijobes um mehr.
00:13:59: Es geht darum, dass die heutigen Minijop Einkommensgrenze eine Art Beschäftigungsgrenze für viele ist nicht so sehr für Studierende Aber auch dort gibt es das Phänomen, dass die pro Stunde plötzlich mehr verdienen und dann weniger arbeiten.
00:14:11: Damit sie die Minijobgrenze nicht verletzen.
00:14:13: bei Studierenden ist da vor allem noch die studentische Krankenversicherung Thema.
00:14:16: Das könnte man separat regeln.
00:14:18: wir haben mit den Minijobs vor allem so im Bereich von Frauen in mittleren Erwerbsalter eine echte Bremse für ihre Erwerbeteiligung.
00:14:25: jetzt zusammenwirken auch noch mit Ehegattensplitting und Mitversicherung in der Krankenversicherung wo Menschen mal anfangen mit einem Minijob, weil das Nebenkinderbetreuung genau das ist was sie machen können und dann aber anschließend wenn die Kinder älter werden.
00:14:39: Die Betreuungssituation sich entspannt da klemmen bleiben.
00:14:42: und das heißt eine Folgewirkung könnte sein Wenn wir die Minijop-Grenze rausnehmen dass wir insgesamt mehr Erwerbsbeteiligung, mehr reguläre Beiträge bekommen über das hinaus Was man beiträgt nur auf heutige Minijobs fällig ist.
00:14:55: Und an der Stelle wird es interessant und im Grunde sind Es auch eher so diese Arbeitsmarkt politischen Überlegungen plus die Tatsache, dass so lebenslange Minijobkarrieren tatsächlich Altersabmutzrisiken nach sich ziehen.
00:15:05: Das sind die beiden Gründe, weshalb wir in der Kommission gesagt haben im Grunde können diese Sonderregelung weg?
00:15:10: Das ist jetzt sehr verkürzt in die Öffentlichkeit gekommen, Minijobs verschwinden man kann dann gar nicht mehr kleine Teilzeit arbeiten.
00:15:17: das geht natürlich weiter und da kann man weiterhin auch unbürokratisch mithilfe des Arbeitgebers Service der Minijopzentrale vorgehen.
00:15:25: Da wählt jetzt schon auch ein bisschen aus Branchen Interessen heraus, der Widerstand geschürt.
00:15:30: Wie es an dieser Stelle ausgeht?
00:15:31: Ob das eins zu eins im Reformpaket bleibt weiß ich nicht.
00:15:34: wenn man Studierende und Rentnerinnen wieder reinnehmen würde und sagen die können weiter Mini Jobs machen wäre das
00:15:39: kein Problem.
00:15:41: Noch ein Thema war die Abschaffung der abstaatsfreien Wente mit drei Sechzig.
00:15:48: Auch da die Frage hoch ist der Stabilisierungsbeitrag.
00:15:52: Wie verfährt man mit den Berufsgruppen, die ja immer als Legitimation
00:15:56: sind?
00:15:57: Also die vielen Dachdecker, die wir haben.
00:15:59: Das wird nicht nur in Anführungszeichen armerfrei berechtigt
00:16:01: gepflegt werden.
00:16:02: Ja also erst mal was bringt das für die Rentenfinanzierung?
00:16:05: Das ist tatsächlich schwer zu sagen!
00:16:07: Es kommt auch an, dass die Menschen, die jetzt mit einer bestimmten Altersgrenze, die es aktuell gar nicht mehr dreiundsechzig sondern etwa vierund sechzig und halb, die der abschlagsfreien Rente gehen können, was sie machen wenn es diese Sonderregeln nicht mehr gibt gehen die früher mit Abschlägen in Rente, das wäre jetzt finanziell für die Rentenversicherung nicht so toll.
00:16:25: Arbeiten sie länger um abschlagsfrei zur Regel als das Grenze zu arbeiten?
00:16:29: Das ist das ganze Spektrum!
00:16:31: Als die Regel eingeführt wurde hat sie definitiv die Rentensversicherung Geld gekostet.
00:16:35: deshalb erwarte ich dass die Abschaffung da auch Entlastungen bringt.
00:16:38: aber die Frage es wie groß werden die sein hängt von Verhaltungsreaktionen ab die wir nicht kennen.
00:16:43: der entscheidende Punkt und da hatten wir eine gute Diskussion in der Kommission war eigentlich, welches Problem will man mit dieser abschlagsfreien vollzeitigen Rente lösen?
00:16:52: Und wenn man dann guckt wer die in Anspruch nimmt.
00:16:54: Das sind Menschen, die überdurchschnittlich gesund sind genau deswegen so viele Erwerbsjahre angeheilt haben.
00:17:00: das Gegenteil also genau die Dachdecker findet man da eigentlich nicht.
00:17:03: Die schaffen das gar nicht so lange und andere belastete Berufsgruppen.
00:17:08: und da haben wir mit ganz großer Mehrheit gesagt diese Regelung nützt eigentlich Leuten, die sowieso privilegiert sind in unserem Rentensystem löst überhaupt keine Härtefälle als Problem und darum kann die weg.
00:17:21: Und was wir dann gemeinsam gemacht haben, war weiter zu suchen nach einer angemessenen Härtefallregelung für Menschen, die gesundheitlich belastet sind.
00:17:28: Wir haben gesehen die Erwerbsminderungsrente, die genau für solche Fälle ist, die ist in den letzten Jahren mehrfach deutlich verbessert worden.
00:17:35: Da fehlen im Grunde noch Beobachtungen über die genauen Wirkung, die wollen wir abwarten.
00:17:39: Das muss man monitorn.
00:17:41: Zuletzt gibt es da jetzt ein besseres Fallmanagement, das wirklich mal die Person an der Hand nimmt Und sag, kannst du noch wieder in den Arbeitsprozess zurück?
00:17:48: Dann ist Reha das was wir machen oder ist es tatsächlich vorbei.
00:17:52: Und dann könnten wir uns vorstellen so haben wir es aufgeschrieben dass man Renten nah vielleicht weiter auf Alter fünf Sechzig unter Bedingungen einer echten Einschränkung des Gesundheitszustandes auch weiter vorzeitig abschlatzfreien Rente geht aber eben nicht mehr nur weil man so viele Jahre hat und ja auch eben nicht dass dann in die große Massen von Menschen, weil sie ein bisschen nicht mehr fit sind aufhören.
00:18:15: Sondern das man ernsthaft sagt hier lohnt sich keine berufliche Veränderung mehr.
00:18:19: jede Umschulung ist im Grunde verschwendet für die Menschen und dies geht gibt es keinen Arbeitsmarkt mehr.
00:18:23: bis zur Regel altersgrenzung.
00:18:24: Vielleicht
00:18:25: naja ich befrage aber warum ist das Alter eigentlich beim Renteneintritt einer so zentralen
00:18:30: Größe?
00:18:31: Ja also selbst einen Umlagesystem wie unsere bislang gesetzliche Rente musste und Schuss Versicherungsmathematik berücksichtigen.
00:18:38: Und da ist es nun mal so für die Frage, wie hoch eine Rente sein kann?
00:18:42: Spielen gleichsam zwei Dinge ne Rolle, wie lang oder wie viel man eingezahlt hat und wie lange die Rente laufen soll.
00:18:50: Das ist eben nicht allein von der Zahl der Beitragsjahre sondern von der Frage abhängig Wie alt ist man beim Rentenzugang und was ist die erwartete Restlebensverhaltung?
00:18:58: Also wenn man die Welten eintritt, dann ist schick profitiert bei doppelter Weise sozusagen.
00:19:03: Es wird länger eingezahlt
00:19:05: und
00:19:05: die Wahrscheinlichkeit dass man auch wieder etwas daraus erhält sieht.
00:19:09: Ja
00:19:09: das kann man schon sagen.
00:19:11: Die Berufsgruppe der Beamten, den wir beide angehören, die ist verschont worden von der Kommission.
00:19:17: sie müssen nicht in ihre Kasse einzahlen.
00:19:20: Warum wäre eine solche Beitragspflicht aus ihrer Sicht nicht zielführend?
00:19:25: Ja, also dass wir Beamte verschont haben kann man so nicht sagen.
00:19:27: Wir hätten uns aber wahrscheinlich wesentlich leichter machen können wenn wir als Kommissionsempfehlung aufgeschrieben hätten geliedert Beamte in das gesetzliche Rentensystem ein.
00:19:35: Wir hatten viel Beifall bekommen und gleichzeitig wäre mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nichts passiert denn Beamte sind ganz überwiegend Landesbedienstete.
00:19:45: unser Auftraggeber ist die Bundesregierung unsere Adressaten sind der Deutsche Bundestag.
00:19:49: Die kümmern sich um einen kleinen Anteil der Beamten, die eben auf Bundesebene verbeamtet sind.
00:19:55: Während aus auf Länderebene da Reaktionen dieser Art nicht zu erweichen.
00:20:04: Haltte ich für unwahrscheinlich?
00:20:05: Denn also das Beamtensystem ist auf Dauer so wie es jetzt ist nicht finanzierbar bin ich schon ganz lange eingetreten auch für Reformen die als auch die Unterschiede beachten.
00:20:14: eine Beamtenversorgung hat im Grunde zwei Komponenten, die nicht getrennt sind nämlich so eine Regelabsicherung wie die gesetzliche Rente plus eine betriebliche Absicherung für die traditionell besondere, nämlich Beamtenrechtliche Maßstäbe gelten, Alimentationen lebenslang wegen Dienst- und Treueverhältnis.
00:20:30: Das kann man an der Stelle mal wirklich prüfen.
00:20:33: Ich habe auch schon für den Sachverständigratenkonzept entwickelt wie man beamtet zumindest von der Art der Berechnung ihrer alterssicherungsansprüche her im Grunde ins Rentensystem eingliedern kann.
00:20:43: es gibt da nur ein wirklich großes Problem nämlich dass die Euros, die als zusätzliche Beiträge ins Rentensystem fließen würden in den Länderhaushalten fehlen zur Finanzierung der bisherigen Pensionsverpflichtung.
00:20:56: Der Unterschied ist ja, Rentenbeiträge zahlt man wenn die Mitarbeiter aktiv sind.
00:21:01: Pensionen werden bezahlt, wenn die ehemalige Mitarbeiter im Rentenssystem sind.
00:21:05: und wenn die Länder beides stemmen müssen dann fehlen Ihnen die Mittel für Bildung, für Infrastruktur, für die die Länder verantwortlich sind.
00:21:11: Für viele andere öffentliche Aufgaben.
00:21:13: Darum wäre das richtige Konzept auf Länderebene diese Haushalte, also diese Kreisläufe zusammenzuschrauben im Grunde ein eigenes Umlage Rentensystem für die Beamten daraus zu machen.
00:21:24: zwei Gliedrig gesetzliche Rente dasselbe Recht plus eine barrenrechtliche Zusatzversorgung.
00:21:30: Das ist finanzpolitisch machbar, aber eben in der Umsetzung wirklich erst in der langen Frist interessant.
00:21:35: Und wir haben mit der Kommission einfach gesagt, lass uns Realisten bleiben!
00:21:38: Wir haben ein paar Dinge aufgeschrieben, wo man Beamten im geltenden Recht doch den einen oder anderen Einschnitt verpassen kann.
00:21:46: Selbe Altersgrenzenregelungen – das ist beim letzten Mal bei der Anhebung von sixty- bis siebenundsechzig teilweise erst sehr verspätet umgesetzt worden und das kann man besser machen.
00:22:00: Beamtenversorgung, die ist nicht so stark prozentual gesenkt worden wie gesetzliche Renten im Niveau zurückgegangen sind in den letzten zwanzig Jahren.
00:22:08: Und wir haben einfach mal frech gesagt bisher werden Beamteponsionen nach den Dienstbezügen der letzten zwei Jahre berechnet.
00:22:13: das ist eine der wichtigsten Unterschiede zur gesetzlichen Rente.
00:22:16: daraus könnte man doch mal fünf oder zehn jahre machen.
00:22:19: Das klingt nicht nach viel aber in der Beamten versorgen wäre das eine Revolution und würde direkt gegen einschlägige Verfassungsgerichtsurteile gehen wie man hoffen würde, neu unter gewandelten Rahmenbedingungen zustimmen dafür haben könnte.
00:22:33: Da ist
00:22:33: schon ein bisschen Sprengstoff drin.
00:22:36: aber andererseits die Einbeziehung von DAX-Vorständen vom Politiker?
00:22:40: Ist das mehr als eine Symbolik?
00:22:42: Das ist tatsächlich für die Rentenfinanzierung reine Symbolic.
00:22:46: Manchmal braucht man solche Symbole aber auch jetzt.
00:22:48: gerade die Politik da wurde ja schon lange nach gerufen dass sie im Grunde demselben recht unterliegt und gestaltet ist etwas, was viele Leute sehen wollten.
00:22:57: Wir hatten drei Mitglieder des Bundestages in der Kommission die durchaus verschieden darüber gedacht haben aber am Ende mitgestimmt haben und die DAX-Vorstände kam so gleichsame letzter Minute.
00:23:07: jemand hat im Grunde gesagt da ist auch noch eine Gruppe.
00:23:10: Die werden bislang nicht als Beschäftigte behandelt sondern als Organe einer Kapitalgesellschaft.
00:23:15: Ob man die jetzt eigentlich oder nicht damit steht oder fällt das Konzept nicht.
00:23:18: Aber wir haben sie mal auf die Liste geschrieben.
00:23:24: Beiträge einerseits Rentenzahl und andererseits.
00:23:27: das sind zentrale Punkte.
00:23:29: In der Administration der Rentenversicherung stecken da nicht auch noch Effizienzpotenziale, es sind sehr hohe Fallzahlen.
00:23:36: Das liegt irgendwo nach Skanierbarkeit die man eventuell ausnutzen könnte.
00:23:41: Kann die Einführung von KI hier helfen solche Einsparpotenzial zu nutzen?
00:23:46: Wie sieht ihr blieb darauf
00:23:47: aus?
00:23:48: Also Effekte von KI irgendwie zu quantifizieren, ist glaube ich in ganz vielen Bereichen schwierig.
00:23:54: Aber ich bin absolut sicher dass sie im Bereich der Verwaltung des Rentensystems Fortschritte bringen kann er sogar bringen muss wenn man sich vorstellt welcher Personalapparat heute tätig ist In der deutschen Rentenversicherung auf allen Ebenen das sind ja letzten immer noch mehrere unabhängige Träger und Wenn man etwas weiß über Demografie Fachkräftemammel usw.
00:24:13: dann ist völlig klar dass wir solche Dinge Im öffentlichen Sektor an vielen Stellen aber auch hier soweit das Routinevorgänge sind, automatisieren müssen und können.
00:24:24: Und dass KI da große Schritte nach vorne bringt.
00:24:26: Da gehört manchmal ein bisschen Mut dazu.
00:24:27: auch eine gewisse Infrastruktur die in der Rentenversicherung auch nicht so toll ist.
00:24:31: was uns die Präsidentin der deutschen Renten Versicherung mehrfach über ihre IT berichtet hat lässt einen manchmal die Haare raufen.
00:24:37: aber im Prinzip sind da Möglichkeiten drin.
00:24:38: wir haben auch das an einer Stelle in dem Kommissionsbericht verankert Verwaltung noch stärker verschlanken Die Selbstverwaltung auch noch ein bisschen durch lästiger von oben nach unten machen, dass wir im Grunde über die DRV-Bund wirklich die IT-Prozesse zum Beispiel das Gesamtsystem steuern können.
00:24:54: Das ist heute nicht vorgesehen.
00:24:56: und dann auch solche Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen.
00:25:00: Kommissionsberichte sind ja letztlich auch immer Kompromisse.
00:25:04: Worum wurde am härtesten gehoben?
00:25:06: Unter welcher Stelle mussten Sie persönlich über ihren Schatten sprechen?
00:25:09: War es die Bearbeitung der Mütterräte?
00:25:12: Nein interessanterweise gar nicht!
00:25:14: Wir haben eigentlich ohne lange zu überzudiskutieren in der Kommission von Anfang an gesagt, wir führen nicht die Koalitionsverhandlung nochmal.
00:25:22: Wir lassen das mit dieser Mütterrente drei erst mal so bis es ist.
00:25:26: Wir rühren auch die Festlegung der Haltelinie bis im Jahr two-tausend eindeißig nicht an.
00:25:31: Eins von beidem rauszunehmen hätte uns viel an der politischen Umsetzbarkeit gekostet und auch an Konsensmöglichkeiten in der Commission.
00:25:39: also das blieb gleichsam stehen.
00:25:41: Da kann die Politik aber selber auch noch drauf kommen, dass da ein Problem ist.
00:25:45: Während wir getagt haben hat der Finanzminister bei der Aufstellung des Bundeshaushaltes im Jahr twenty-seven und zwanzig gesagt er muss vier Milliarden einbehalten von den Bundesmitteln, die er in die Rentenversicherung rüber schiebt.
00:25:56: dann wurden wir gefragt was können wir tun an Einsparungen diesem Umfang?
00:26:00: Das ist überhaupt nicht unser Auftrag.
00:26:01: fürs nächste Jahr vier Milliarden einspannen Sorry, das ist übrigens ziemlich genau der Betrag den die Mütterrente drei dann kostet.
00:26:08: Also können Sie das doch bitte unter sich regeln im Kabinett und auf den Gedanken kommen dass man das nicht machen muss?
00:26:13: Aber wir haben die Dinge stehen lassen.
00:26:14: ich glaube der Punkt wo wir am intensivsten gerungen haben war die Frage Renten Anpassungen ab zwanzig zweiunddreißig.
00:26:21: wie kann es dann weitergehen?
00:26:22: keine Halte Linie mehr Das war eine Vorstellung die viele in der Kommission hatten sondern wieder Einsetzung des Nachhaltigkeitsfaktors, der die demografische Spannung ja misst und dann im Dämpfpunkt der Rentenanpassungen umsetzt.
00:26:36: Also so dass die Renten langsamer steigen als die Löhne.
00:26:39: Und dann gab es natürlich auch welche, die gesagt haben irgend sowas wie eine Haltelinie brauchen wir noch Und da gibt es einen sehr fein zisalierten Kompromiss.
00:26:47: Wir haben den Nachhaltigkeitsfaktor wieder eingesetzt, den entscheidenden Parameter der im Runde die Dämpfung, der Rentenanpassungen dann steuert auch verstärkt gegenüber dem bisherigen Recht aber nicht so stark wie ist zum Beispiel der Sachverständige gerade Wirtschaft schon mal vorgeschlagen hat, dem ich ja auch angehör.
00:27:04: und dann haben wir nicht mehr auf die gesetzliche, umlagerente allein geschaut, seit ab zweiunddreißig haben wir beides Umlagerente und gesetzlich Kapitalrente.
00:27:14: Und die Summe aus Meidem soll zumindest für die, die neu in Rente gehen.
00:27:19: Für den Rentenzugang möglichst über forty- acht Prozent bleiben.
00:27:23: Denn es dauert ein bisschen bis eben haben wir eben schon gesagt was der Kapitalrente wirklich rauskommt?
00:27:27: Genau.
00:27:28: und gleichzeitig die Kapitalrente steigt im Rentenzugang an weil die Leute die jedes Jahr neuen Rentegehen dann ein Jahr länger gespart haben während jemand der schon in Rnte ist für den verbessert sich die Kapitärrente nicht mehr.
00:27:38: drum ist dieser Perspektivwechsel vom gesamten Rentenniveau auf die Zugangsrenten schon ganz wichtig, um den Rentenbestand mit Nachhaltigkeitsfaktor bei den Anpassungen kümmern wir uns an der Stelle nicht mehr.
00:27:49: Nur wenn die Zugangrenten unter forty- acht Prozent fallen dann haben wir gesagt brauchen wir eine Übergangsregelung.
00:27:55: Wir senden diesen Podcast kurz vor Ende der parlamentarischen Sommerpause.
00:28:00: Wie hoch sehen Sie die Gefahr dass man danach
00:28:03: doch
00:28:03: noch einzelne Teile aus diese Brüsseln heraus nimmt obwohl man ja von einem Gesamtkutzwerk gesprochen hat.
00:28:08: Aber die Diskussionen sind ja, verständlicherweise sehr intensiv über unterschiedliche Teilen.
00:28:14: Die Gefahr wird bis zuletzt bestehen.
00:28:16: ganz klar ich denke auch wir aus der Rentenkommission sollten möglichst die ganze Sommerpause lang irgendwie bei den Diskussion und ich habe es in der Kommission gesagt Wir brauchen jede Woche ein Kommissionsmitglied vom Dienst das nicht im Urlaub ist die Diskussion verfolgt und gelegentlich begründet warum war uns das wichtig oder warum haben wir diese beiden Dinge zusammengebunden?
00:28:35: Warum darf man nicht eines rausnehmen sondern muss dann irgendwie über das Gesamtpaket noch mal nachdenken.
00:28:39: Also, das Risiko denke ich gibt es bis zuletzt, wobei in dieser Koalition die ja ein bisschen auch zum Erfolg verdammt ist nicht?
00:28:45: Die müssen irgendwo mal jetzt zeigen dass sie handlungsfähig sind.
00:28:48: Ich glaube, dass dieses Rentenpaket es wert wäre als Beispiel dafür herzuhalten.
00:28:54: da gibt's glaub ich schon auch Kräfte, die diese Explosionsgefahr eindämmen weil alle wissen wenn ich jetzt das daraus kegeln will Dann macht die Gegenseite an den Stellen nicht mehr mit Muss man abwarten, ob sich da die Kräfte in Schach halten und ich werde bis zuletzt ein Auge drauf haben.
00:29:11: Ich hoffe also auch den Gesetzentwurf sehr genau nach erlesen zu dürfen oder vielleicht sogar kommentieren zu dürfen im Bundestag ist sehr schön wenn das so kommt.
00:29:18: Das löst nicht alle Probleme aber es sind mehrere große Schritte in die richtige Richtung drin.
00:29:23: Waren Sie dann eine Prognose?
00:29:24: Bis zu welchen Jahr diese sehr grundlegenden Reformvorschläge wenn sie denn in Gänze umgesetzt würden, die Renten stabilisieren können bevor dann erneut wieder eine Alterssicherungskommission eingesetzt werden muss?
00:29:36: Also ich denke man muss von Zeit zu Zeit auch nochmal auf das Gesamtsystem schauen und zwar mit einem Zeithorizont von so zehn, fünfzehn Jahren.
00:29:45: Das ist für Politik verdammt lang.
00:29:46: Das können tatsächlich eher Experten-Kommissionen.
00:29:50: Und wenn wir mal in der Geschichte der Rentenpolitik zurückschauen, dass es auch so die Politik allein ohne viele Experten hat Ende der Achtzigerjahre die erste Reform zur Bewältigung des demografischen Alterungsprozesses getan.
00:30:02: Gut zehn Jahre später, also von ein Jahrzehnt bis zwei Jahrzehn Sieben hatten wir eine Reformphase in diesem Fall auch geleitet vor einer Kommission, den Bericht vorgelegt hat, der dann so abgearbeitet wurde in den Folgejahren und zwar von verschiedenen Regierungen.
00:30:16: Da war im Grunde der nächste Schritt an Reformen zu bewältigen und der demografische Alterung nötig.
00:30:22: Zu der Zeit war ich im Grunde auch schon als Forscher aktiv und habe mir immer gedacht, naja das hält jetzt so bis zum Jahr zwanzig.
00:30:28: Und dann muss man wieder ran.
00:30:29: Im Jahr zwei tausend achtzehn gab es eine neue Rentenkommission die sich aber nicht einigen konnte auf einem Konzept und deswegen blieb da alles in der Schublade liegen was sie gemacht haben.
00:30:38: verspätet haben wir jetzt wieder eine Reform Kommission gehabt die auch funktioniert hat in ihrer politischen Outreach.
00:30:49: Wenn man das weiterrechnet, so in zehn, fünfzehn Jahren muss der Politik mal wieder helfen, ein bisschen länger in die Zukunft zu schauen.
00:30:55: Denn Politik allein hat also vier Jahre, Maximum acht Jahre als Zeithorizont und schafft es einfach nicht mit langfristigen Herausforderungen rational umzugehen.
00:31:04: Jetzt habe ich noch ein paar persönliche Fragen und würde mit dem Langfristigen gerne beginnen.
00:31:08: in ihre Forschungsschwerpunkten – also Bevölkerungsökonomie, Alterssicherung, Familienpolitik?
00:31:13: Das sind alles langfristige Themen!
00:31:14: Gibt es Ihres Erachtens ein Maßgeblichen für die Zukunft wichtigen Trend, dem Sie eigentlich mehr gerne in der Zeit bitten würden?
00:31:24: Ich glaube das Digitalisierung und KI.
00:31:27: Ein ganz wichtiges Thema sind jetzt vielleicht noch gar nicht KI in der Form wie wir sie bisher kennen, Sprachmodelle und ähnliches.
00:31:33: Das ist vielleicht noch alles was so eine Technologie am Ende kann.
00:31:38: Wir stochern da alle im Nebel, wir haben im Sachverständigenrat mehrfach und schon gefragt ob wir irgendwann mal Überwirkungen von Digitalisierung in Kapitel arbeiten sollen.
00:31:47: Haben festgestellt alles was wir sagen können ist total Annahme getrieben.
00:31:50: eine echte Datenbasis gibt es nicht.
00:31:52: das ist eben so.
00:31:53: das Problem mit echten Neuerung ja aber sich damit zu beschäftigen, auch in den breiten gesellschaftlichen Auswirkungen.
00:31:59: versinken wir alle irgendwann im Computerspielen?
00:32:07: oder kann es nicht Innovationsmotor sein?
00:32:09: genau eigentlich die Engpässe.
00:32:11: Wir haben jetzt in entwickelten Volkswirtschaften Fachkräftemangel.
00:32:16: Wir müssen ein Stück weit hoffen, dass das Bevölkerungswachstum global irgendwann zum Stillstand kommt und da gibt es Zeichen für und dann sogar einen Schrumpfungsprozess einsetzt.
00:32:25: Das ist eine Frage des Überlebens dieses Planeten und das bedeutet automatisch, dass wir irgendwie Fachkräftigmangel überall haben werden Alterungsprozesse über alle haben werden und zu wissen wie man damit umgehen kann und ob uns neue Technologien da helfen, das finde ich total spannend.
00:32:40: Sie sind sehr stark politikberatendstätig.
00:32:43: Haben sie schon noch mit ihren Gedanken gespielt, auch selbstpolitisch aktiv zu werden?
00:32:47: Also in den Parteien um möglicherweise was mehr umsetzen zu können?
00:32:50: offen stand überhaupt nicht.
00:32:52: ich sehe eine klare grenze zwischen dem was man so als wissenschaftlerin wissenschaftler macht man analysiert Dinge denkt eben bewusst im viel längeren zeiträumen jetzt zumindest bei Themen die mich interessieren Als Politik das tut und also ist vielleicht auch ein Stück weit kann denn sie muss ja regelmäßig Wahlen gewinnen und aus der Rolle heraus zu beraten, so müsste man es machen.
00:33:12: Was oft viel Geduld erfordert weil Politik nicht zuhört oder gerade mit etwas anderem meistens einfach nur mit sich selber koalitionsgerangelt oder ähnlichem beschäftigt ist.
00:33:21: das ist eine Aufgabe die ich ein bisschen reingewachsen bin aber die ich doch auch sehr gern mache an die Umsetzung zu gehen.
00:33:27: da muss man im Grunde Unangenehme Wahrheiten noch mal ganz anders den Menschen näher bringen, als ich das vielleicht kann.
00:33:33: Ich kann manchmal Sachen aussprechen in einer Geradlinigkeit da krieg' ich böse Post aber es kostet mich nicht sofort meinen Job.
00:33:40: also das ist ein anderes Spiel.
00:33:41: und auf meiner Seite da praktisch zu bleiben das hat mir eigentlich immer gereicht.
00:33:46: Aber vor der Ausbildung her, Sie haben Philosophie studiert.
00:33:48: Sie haben auch einen ausbildenden Journalismus absolviert.
00:33:51: Wären das auch berufliche Alternativen gewesen oder gab es noch ganz andere Möglichkeiten die sie dann aber beiseite gelegt haben als sich für die wissenschaftlichen Kalkäne entschieden?
00:34:00: Also ich habe ein paar Schritte gemacht als ich jung war, die so leichte Richtungsänderungen gebracht haben und ich hab direkt nach der Schule mein Philosophies angefangen nicht weil das im Beruf werden kann sondern das Grundlegende wissen wollen, bevor ich mir so ein bisschen was anderes suche.
00:34:13: Also es war jetzt kein Zubatical praktisch, sondern es war schon ein Einstieg ins Studium.
00:34:18: aber ich habe in den ersten zwei Jahren intensiv nachgedacht, was ich machen will.
00:34:22: der Plan war Ich will Journalist werden für politische Themen.
00:34:26: dann war es eine eher kopfgeleitete Entscheidung zu sagen dafür brauche ich VWL.
00:34:30: So ökonomische Basis ist irgendwie doch ganz wichtig für politischen Prozesse.
00:34:34: Und dann war es aber das VWL-Studium, dass mich so zusehends wirklich Gefangenschaft genommen hat.
00:34:44: So muss ich sagen... Also ich war total begeistert von dem was ich da fachlich gelernt habe.
00:34:48: Ich hab die Journalisten Ausbildung parallel dazu laufen lassen Praktika gemacht, ich hätte nach dem Studium direkt irgendwo anfangen können Und dann war das Angebot einer Promotionsstelle einfach viel, viel attraktiver.
00:34:59: Also an der Stelle habe ich umgeswitched.
00:35:00: man weiß dann noch nicht ob man wirklich eine wissenschaftliche Karriere macht aber so erst malig taucht der Gedanke auf und abdann hab' ich eigentlich das verfolgt.
00:35:07: Aber die
00:35:07: Kunst zu formulieren schadete Harz-Bahrer da nicht also vergebensbar sowieso.
00:35:14: aber vorletzte Frage unsere Studierenden stehen ja auch von dem Alter ins Berufsleben.
00:35:18: was meinen sie?
00:35:19: welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte man mitbringen um sich künftig in der Praxis
00:35:24: zu behaupten?
00:35:26: Ich glaube, zwei Dinge sind letzten Endes so das Rückgrat von der erfolgreichen Wurfligkarriere.
00:35:30: Man braucht eine fachliche Ausbildung.
00:35:32: ich bin kein Fan von diesen super gemischten Ausbildungs- oder Studiengängen wo alle Fächer so ein Schmalspurvariante zusammengebracht werden.
00:35:39: Ich habe immer davon profitiert dass ich sogar zwei Fäche aber insbesondere VWL vertieft studiert hab und dann darüber hinaus halt doch viel erfahren musste über Mechanismen der politischen Arbeit Auch über verwandte Fächer.
00:35:54: Ich bin heute in der Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig, wo ich von den Soziologen auch von den Politikwissenschaftlern mehr gelernt habe als ich vorher erwartet hätte.
00:36:01: aber ich hab einen klaren Kern in meinem eigenen Fach.
00:36:04: das ist wichtig.
00:36:05: und das zweite ist zusammenarbeiten mit anderen also Kommunikation zum Teamfähigkeit.
00:36:09: wenn man die beiden Dinge mitbringt klares bachliches Profil und neugierig ist fähig es mit anderen Leuten zusammen zu arbeiten dann kann man fast alles erreichen was man sich so vorstellt.
00:36:20: Letzte Frage, die aber eigentlich gar keine Frage mehr ist.
00:36:22: Sondern es geht immer um eine Satzergänzung.
00:36:25: Wir haben jetzt viel über Wand und Strukturveränderung über Transformation zusammengesprochen.
00:36:30: Wenn es einen Satz gäbe, der würde mit dem Begriff der Transformation beginnen Dann käme ein Gedankenstrich Wie würden Sie den ergänzen?
00:36:38: Transformation ist das einzige was uns Stabilität bringen kann.
00:36:42: Also dieser Widerspruch, der ist ganz wichtig.
00:36:45: Dann lieber bei den Gatsatzlichen Dank, dass wir euch Impuls führen durften.
00:36:48: Man merkt, er geht hoch bei diesen Themen.
00:36:50: Und das ist wichtig!
00:36:51: Aber diese langfristigen Themen sind ja auch Marathonläufer und ich wünsche Ihnen eine gute Kondition und Ausdauer dass Sie weiter diese wichtigen Themen für uns alle nach vorne bringen und für sie natürlich auch alles Gute.
00:37:02: Herzlichen Dank
00:37:02: für heute.
00:37:03: Ich danke Ihnen heute.