Paul am Puls

Paul am Puls

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00:00:17: Paul Ampuls, Dialoge zur Transformation der Wirtschaft.

00:00:24: Prof.

00:00:24: Dr.

00:00:25: Stefan Paul von der Ruhr-Universität Bochum spricht mit Entscheidungsträgern über wirtschaftliche Wandlungsprozesse.

00:00:33: Zwei Jahre nach der Pleite des Kölner Privatbankhauses Herstadt wurde in unheimlich den Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes aus der Taufe gehoben.

00:00:46: Anlässlich seines fünftigsten Geburtstages habe ich mit Dr.

00:00:50: Hilmar Zettler, Geschäftsbereichsleiter Bankenaufsicht und Einlagensicherung beim Bundesverband Deutscher Banken über die Transformationen im Laufe der letzten Jahre gesprochen.

00:01:03: Zettla hält eine noch offensivere Kommunikation über diese Institution für notwendig da die Geschwindigkeit in der sich Bankruns entwickeln könnten deutlich zugenommen

00:01:16: Die Dynamik der Kommunikation, auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Kunden.

00:01:22: Auch die Schnelligkeit hat sich natürlich verändert.

00:01:25: Ich glaube das müssen wir anerkennen.

00:01:28: Es gibt ja von der EZB ganz interessante Studien, die sagen also so in normalen Zeiten hat sich das Kundenverhalten, das Sparer Verhalten eigentlich nicht so wahnsinnig verändert durch die Nutzung von Apps.

00:01:40: aber in Krisensituationen müssen wir sicherlich davon ausgehen dass schneller mehr kommuniziert wird und schneller reagiert wird.

00:01:50: Und da müssen wir auch als Einlagensicherung eben darauf reagieren, zum einen indem wir diese Kommunikation eben auch beobachten damit wir merken was eigentlich passiert in den sozialen Medien aber dann eben auch wiederum durch entsprechende Kommunikations von unserer Seite um hier auch dann präsent zu sein einordnen zu können.

00:02:32: Ja, lieber Dr.

00:02:33: Zettler ganz herzlich willkommen zu Paul am Puls.

00:02:35: im Mittelpunkt unseres Podcasts stehen wirtschaftliche Wandlungsprozesse und heute möchte ich mit Ihnen gerne über die Transformation sprechen in der Einlagensicherung zum einen aber auch der Abwicklungsregeln für Banken auf der anderen Seite.

00:02:51: Das sind ja doch zwei für Bankkunden sperrige Themen, aber jetzt kommt der Auftritt der Anführungszeichen Entschädigungseinrichtung deutscher Bankenanführungszeit im Internet und den sozialen Medien seit einigen Monaten fröhlich in Wort- und Bild daher.

00:03:08: Da ist von Hilmar dem Rücklagenwetter die Rede erstaunlich.

00:03:13: was hat sie zu dieser Kampagne bewogen?

00:03:17: Ganz herzlichen Dank, dass ich heute ihr Gast sein darf.

00:03:20: Freut mich sehr ein bisschen über unsere aktuellen Themen hier sprechen zu können.

00:03:26: Wenn Sie unseren etwas veränderten Internetauftritt ansprechen dann hat das natürlich damit zu tun, dass wir, ich sag mal unsere Kommunikation jetzt nochmal ein Stück weit verändert haben sage ich mal eigentlich ist es so Kommunikation, Public Awareness eigentlich seit vielen Jahren ein ganz wichtiges Anliegen auch der Einlagensicherung ist.

00:03:56: Denn wir haben ja zwei Zielrichtungen für die Einlagssicherung.

00:03:59: das eine ist der Schutz der Sparer insbesondere der sozusagen eher kleineren Sparern und das zweite ist aber eben auch die Finanzstabilität.

00:04:10: Und zur Finanzstabilität gehört eben, dass das Wissen um die Einlagensicherung auch Vertrauen in das Finanzsystem schaffen soll.

00:04:21: Damit dieses Vertrauen aber rachsen kann müssen die Einleger, müssen die Kunden natürlich wissen, dass es uns gibt.

00:04:27: sie müssen wissen was wir tun und am Ende müssen sie eben wissen, daß ihre Einlagen geschützt sind und sich auf uns verlassen können.

00:04:36: Das Vertrauen ist für uns ganz essentiell Und vielleicht hat man das in früheren Zeiten etwas defensiver gesehen.

00:04:44: Wir sehen aber heute im veränderten Umfeld natürlich auch in dem veränderten kommunikativen Umfeld, dass das sehr wichtig ist und deswegen haben wir auf die Art und Weise unserer Kommunikation stückweit verändert.

00:04:56: Ja, also ich glaube vor vielen Jahren hätte man das nicht erwartet.

00:05:00: Diese Kommunikationsoffensive scheint mir selbst schon eine deutliche Transformation denn früher galt vielleicht eher so ein bisschen das Motto mögliche Verluste die es hier geben kann, eher nicht anzusprechen.

00:05:14: und dieses Vertrauen durch Transparenz ist etwas was sie jetzt ja sehr stark antikulieren.

00:05:21: Das war in früheren Zeiten vielleicht etwas anders Da war man vielleicht etwas zurückhaltend, weil man meinte am besten gar nicht ansprechen, dass so was überhaupt passieren kann.

00:05:31: Aber ich glaube da haben sich die Zeiten das Umfeld doch sehr stark verändert.

00:05:38: Es ist ja auch so, wir haben ja Fälle in der Vergangenheit gehabt.

00:05:42: Wir können hier ja auch ich sage mal mit relativ breiter Brust sagen dass wir die sehr gut gemanagt haben und das sollen wir auch in Richtung der Kunden, Richtung der Einleger kommunizieren weil wie gesagt des Vertrauen ist sozusagen unsere wichtigste Währung und dazu gehört Kommunikation in einem Umfeld in dem er extrem viel kommuniziert wird und ja auch nicht immer ganz wichtig.

00:06:02: Insofern es ist wichtig, dass wir uns da positionieren.

00:06:06: Wie hoch ist denn die Zahl der Follower in den sozialen Medien und welche Reaktionen erhalten Sie möglicherweise auf Ihre Kampagne?

00:06:14: Die Reaktion auf die Kampagnen, die wir jetzt gefahren haben war sehr positiv.

00:06:21: Wir haben natürlich ähnlich wie in Ihrer Reaktions von vielen das viel bekommen.

00:06:28: So haben wir euch ja bislang gar nicht wahrgenommen.

00:06:30: Das ist toll dass man andere Wege geht in der Kommunikation.

00:06:34: Was jetzt unsere Followerzahlen in den sozialen Medien angeht, das ist im Moment noch relativ überschaubar muss man sagen.

00:06:42: Wir stehen ja auch erst am Anfang unserer Aktivitäten und uns geht es eigentlich weniger um Followers sondern mehr um Traffic.

00:06:49: aber man muss natürlich auch sagen dass Einladensiegelung ist ein Thema was immer sehr stark nachgebracht wird.

00:07:00: Insofern ist das in ruhigen Zeiten, in Friedenszeiten nicht ganz so stark.

00:07:04: Aber wir sind da jetzt eingestiegen und werden es weiter ausbauen um unsere Werte bei den Kunden eben auch weiter zu erhöhen.

00:07:13: Machen Sie eigentlich regelmäßig Umfragen, um zu erheben wie denn der Kenntnisstand der Bankkunden in Bezug auf die Einlagensicherung?

00:07:21: Das ist ja ein bisschen kompliziert in Deutschland.

00:07:24: Wir haben einmal die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, die sozusagen garantiert diese hunderttausend gesetzliche Absicherung pro Kunde und Bank.

00:07:34: Und dann haben wir noch mal den Einlagen Sicherungsfonds der eben auch nochmal einen Schutz darüber hinaus bietet bei den privaten Banken.

00:07:42: Versteht die breite Masse das?

00:07:45: Also wir machen sehr regelmäßig um Fragen was unsere öffentliche Wahrnehmung betrifft seit vielen Jahren auch um unsere Kommunikationsaktivitäten eben ein Stück weit ausrichten zu können.

00:08:01: Wir sehen das, dass ich sage mal abstrakte Wissen um die Existenz der Einlagensicherung relativ hoch ist.

00:08:11: wenn wir fragen also das zumindest ungefähr vierfünfzig fünfzig Prozent der angesprochenen Können mit der Einlagen Sicherung abstrakt etwas anfangen bzw wissen, dass es sie gibt Wenn man dann Nachfragen über die konkrete Ausgestaltung wird, ist schon etwas dünner muss man ehrlicherweise sagen.

00:08:29: Dann sind wir noch so bei gutem Viertel der angesprochenen, die konkreter umschreiben können sozusagen was die Einlagssicherung ausmacht.

00:08:41: Die Tatsache auch dieses Zusammenspiel von gesetzlicher freiwilliger Einlagen-Sicherung das kennen die meisten Sparer aber wieder auf einem sehr hohen Wissenslevel geht man dann tiefer.

00:08:56: Dann wird es natürlich dünner, was bei der nicht zu unterschätzenden Komplexität des deutschen Systems vielleicht auch ein bisschen bestehender ist.

00:09:04: Haben Sie irgendeinen Eindruck wie das im Ausland ausschaut?

00:09:07: Ob der Kenntnisstand in etwa genauso ist, ob es mehr oder weniger Kompetenz in dieser Frage gibt?

00:09:14: Also das ist nach unserer Beinigung sehr unterschiedlich, muss man sagen.

00:09:19: Es gibt Länder in denen etwas höher stärker ausgeprägt ist.

00:09:24: Das hängt eben auch von den Kommunikationsaktivitäten der jeweiligen Schiebens ab.

00:09:29: zum Beispiel in Großbritannien FSCS die haben noch eine deutlich breite Aufstellung, die kommunizieren vielleicht noch intensiver als wir.

00:09:39: Das schlägt sich natürlich auch an einer höheren Erwärmnis dann letztendlich nieder.

00:09:44: Man muss natürlich sagen, dass die Kommunikation in den anderen Mehrheiten häufig einfacher ist.

00:09:50: Weil das System viel einfacher als bei uns in Deutschland

00:09:54: ist.

00:09:55: Aber nicht minder wichtig ist es ja geworden, denn wir haben ja auch Krisen wieder erlebt vor drei Jahren.

00:10:03: Die auf Liquiditätsabzüge die auf Bankruns zurückzuführen waren in den USA zum Teil ja auch in der Schweiz.

00:10:11: und würden sie die These teilen dass Bank Runs generell schneller eintreten können weil sich Gerüchte manchmal auch Fakten aber eben nur vermeintliche Fakten über soziale Medien transportieren und man ja auch sehr viel schneller an sein Geld kommt.

00:10:25: Man muss sich nicht mehr so wie damals bei Herr Stadt, das war ja die Ansatzpunkt für die Gründung der Einlagensicherungsfonds.

00:10:33: Man musste ihn nicht mehr in den Schalter stellen?

00:10:35: Ja also die These mögen wir teilen, die Dynamik der Kommunikation, auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Kunden Auch die Schnelligkeit hat sich natürlich verändert.

00:10:48: Ich glaube, das müssen wir anerkennen.

00:10:51: Es gibt auch von der EZB ganz interessante Studien, die sagen also so in normalen Zeiten hat sich das Kundenverhalten, das Sparer Verhalten eigentlich nicht so wahnsinnig verändert durch die Nutzung von Apps.

00:11:04: aber in Krisensituationen müssen wir sicherlich davon ausgehen dass schneller reagiert wird und schneller reagieren wird.

00:11:14: Und da müssen wir auch als Einlagensicherung eben darauf reagieren, zum einen indem wir diese Kommunikation eben auch beobachten damit wir merken was eigentlich passiert in den sozialen Medien aber dann eben auch wiederum durch entsprechende Kommunikations von unserer Seite um hier auch präsent zu sein einordnen zu können.

00:11:37: Ich glaube das ist ganz wichtig.

00:11:40: Ja, das Umfeld hat sich hier sehr stark verändert durch die Digitalisierung.

00:11:44: Sie haben es eben schon selbst gesagt Es gab auch bei den privaten Banken einige größere Fälle in denen doch durchaus erhebliche Beträge aus dem Topf der Einlagensicherung abgeflossen sind zum Beispiel Greensill Das war zwanzig-einenzwanzig oder später die quasi Insolvenz des Speerbank zwanzich zweiundzwanziger.

00:12:02: Was hat sich für die Kunden danach im Schutzumfang geändert und wie reagieren Sie in Ihrer Prüfungseinrichtung, die sie auch haben auf solche konkreten Fälle?

00:12:15: Wir haben natürlich aus den Fällen der Vergangenheit gelernt.

00:12:20: Wie wir aus jeder Krise lernen ist ganz klar was den Schutzumfang angeht, hat sich auf der gesetzlichen Seite nichts geändert.

00:12:30: Der ist von der Höhe her natürlich gleichgeblieben.

00:12:35: Was wir tun, ist dass wir nach jeder Entschädigung uns natürlich unseren Prozesse nochmal anschauen und überlegen, wo können wir verbessern im Prozessablauf?

00:12:49: Das ist ganz klar!

00:12:52: Es hat Veränderungen bei der freiwilligen Einlagen-Sicherung gegeben.

00:12:56: dort haben Schutzumfang noch einmal, ich sage mal angepasst und fokussiert.

00:13:03: Weil wir eben gesehen haben bei der Entschädigung der Einleger dass da doch viele auf den Entschätigungslisten waren die wir dort nicht vermutet hätten und die wir auch nicht als primär schutzbedürftig durch die private Einlagen-Sicherung sehen.

00:13:16: also da haben wir ein Stück weit angepasste Auf der Risikomanagement Seite und das ist ja das was sie sozusagen über die Prüfungseinrichtungen adressieren.

00:13:28: Auf.

00:13:28: da haben wir gelernt.

00:13:31: Wir haben insbesondere im Nachgang zu Greensill unsere Prüfungseinrichtungen, unseren Risikomanager den Prüfungsverband Deutscher Banken in Köln neu aufgestellt stärker fokussiert.

00:13:47: auch die neuen Risiken, die wir sehen.

00:13:50: und was wir eben seit einigen Jahren gesehen haben ist Zumindest bei den letzten Fällen, dass wir es nicht mehr so mit den klassischen Bankinsolvenzen zu tun haben.

00:14:00: Mit langsam über viele Jahre stöchter Wert und für die Qualität, sondern das wir viele Risiken heute im Compliance und Governance Bereich haben, die sie manchmal anhand der Kennzahlen schwerer erkennen als sage ich mal das klassische Bankgeschäft.

00:14:15: und auch darauf haben wir uns in unseren Prüfungen beziehungsweise hat sich unser Risikum entsprechend in den Prüfung eingestellt.

00:14:21: also insofern jede Krise bringt entsprechendes Lernen und Anfassen oder noch mit sich.

00:14:29: Sind Sie in dieser Hinsicht auch vernetzt, also im Verbandsprüferhinsicht?

00:14:34: Mit den anderen Säulen der Kreditwirtschaft, wo wir ja auch beispielsweise in der genossenschaftlichen Bankengruppe einige Fälle jetzt in letzter Zeit erlebt haben, wo gerade Governance offenbar so wie man es der Zeitung erneben konnte eine Hauptursache war Und natürlich jetzt auch, das ist ein bemerkenswerter Vorgang sicherlich jüngst.

00:14:56: Dass die Barfin sehr frühzeitig eingegriffen und mal einen Vorstand bei der Beerenbergbank an dem Fall abberufen hat.

00:15:04: Also gibt es da Austausch in der Kreditwirtschaft untereinander?

00:15:10: Wir haben einen guten Konstruktiven-Ausdruck mit der Barfin.

00:15:17: Die BAFIN hat ja ihre Aufstellung in den letzten Jahren auch durchaus verändert, auch nach den verschiedenen Fällen.

00:15:26: Da hat es einen Lernen gegeben und man ist da heute deutlich proaktiver sicherlich unterwegs und versucht Krisenfälle früher zu adressieren was wir für richtig und gut halten.

00:15:40: Dahinten ist inzwischen wirklich eine sehr konstruktive Zusammenarbeit.

00:15:45: Zwischen den Säulen ist das konkret erweniger ausgeprägt.

00:15:50: Natürlich tauschen wir uns raus über Risikolagen, über Themen die wir sehen.

00:15:55: Wir machen auf konkrete Institute bezogen Erwähnungen.

00:16:00: Da gibt es auch nicht so den Bedarf weil die Vernetzung da bei den Instituten, die wir primär adressieren.

00:16:11: Aber bei der fünftigsten Geburtstagsfeier, die der Einlagensicherungsfunk jetzt ja jüngst hatte habe ich gelesen das eben auch Vertreter der anderen Säulen dabei war was er sogar so ganz sympathisch fand.

00:16:22: Das spricht für ein gutes Verhältnis untereinander.

00:16:24: nur im Punkt der Einlagen Sicherung verfolgt man etwas anderes Konzept nämlich in den anderen beiden Säuren geht es ja sogar um Institutsicherung.

00:16:32: also da ist noch mehr an Schutz während eben erwähnt, auch entnommen habe.

00:16:38: Der freiwillige Schutzumfang der ist abgebaut worden und soll glaube ich noch etwas weiter abgebaut werden?

00:16:44: Also da geht man ja noch ein Stück weiter von dem weg was die Konkurrenz sozusagen macht.

00:16:53: Wir haben uns sehr gefreut dass das der Kollege Quinten vom BVR bei unserem Geburtstag war.

00:16:59: Ich glaube, das unterstreicht auch nochmal.

00:17:00: Wir haben im Einlagensicherungsbereich seit vielen Jahren eine wirklich sehr gute und intensive Zusammenarbeit.

00:17:10: Das liegt natürlich auch daran, weil wir ja die gleiche Regulatorik teilen.

00:17:14: Also ich sage mal, die Richtlinien und das Einlagen-Sicherungsgesetz gelten letztendlich für alle.

00:17:19: Und wenn es um die Weiterentwicklung von der Regulaturik geht, auch wenn die Systemen unterschiedlich sind tauschen wir uns dazu natürlich intensiv aus.

00:17:27: Das ist sehr, sehr wichtig.

00:17:29: Weil wir letztendlich sowohl die Institutsicherungssysteme als auch wir als Entschädigungseinrichtung eben den Praxisblick mitbringen und das ist hier für die Regaktorie uns entscheidend.

00:17:40: also da arbeiten wir sehr gut zusammen.

00:17:46: noch mal weniger werden könnte bei Ihnen, denn Sie haben vorhin gesagt.

00:17:49: Da standen auch Gläubiger auf den Anspruchslisten die nicht erwartet hätten das könnten zum Beispiel Kommunen sein würde ich mal vermuten, die auch dort Gelder positioniert hatten.

00:17:59: also muss man damit rechnen dass sozusagen dieser ja vielfache Schutz, den sie bisher abgebaut haben nochmal stärker reduziert wird.

00:18:07: Also stärker reduziere nicht.

00:18:09: der Pfad ist vorgezeigt, wir haben bereits in zwei Stufen den Schutzumfang angepasst.

00:18:17: Wir werden das im Jahr two-thousanddreißig nochmal machen.

00:18:21: Das ist vor langer Zeit beschlossen und angekündigt so dass Kunden und Einleger eben auch die Möglichkeit haben sich auf diesen veränderten Schutz einzustellen.

00:18:31: eine weitere Verriegerung des Schutzes sehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

00:18:37: Wir haben gelernt, wir haben den Schutzumfang zugeschnitten.

00:18:41: Wir haben die Einleger rausgenommen.

00:18:43: wo wir meinen da ist ein oder sagen das sollte ein fähiges Risikomanagement vorhanden sein.

00:18:50: Da gibt es die eigenständige Fähigkeit Risiken zu beurteilen.

00:18:55: aber die Schutzbedürftigen Kunden sind weiterhin abgedeckt und ich glaube dabei werden wir auch bleiben.

00:19:02: Woran es ja in Europa noch fehlt, ist eben auch eine gemeinsame Einlagensicherung.

00:19:07: Also geben wir mal sozusagen eine Etage höher.

00:19:10: Das ist quasi der noch fehlende Schlussstein der aus dem Jahr den initiierten Bankenunion.

00:19:16: Warum ist bis heute eigentlich nicht gelungen?

00:19:19: Eine solche gemeinsame Institution durch Verschmelzung nationaler Fonds und ein echtes Pooling herbeizuführen?

00:19:29: also Es hat ja in den letzten Jahren, um genau zu sein seit Zwei-Tausend-Fünfzehn als dieser Vorschlag für die europäischen Einlandensicherung erst mal vorgelegt wurde.

00:19:40: Viele Versuche gegeben hierzu einiger Einigung zu kommen ob jetzt im Wimblek auf eine vollständige Harmonisierung inklusive Zentralisierung im Sinne von Edis oder auch Zwischenstufen.

00:19:55: bislang muss man einfach feststellen dass es in den europäischen Ländern keinen Konsens, vielleicht auch kein politischen Einigungswillen diesen Probe gibt.

00:20:06: Ich glaube man hat sehr intensiv daran gearbeitet.

00:20:09: Am Ende ist man da nicht zusammengekommen weil man natürlich auch insbesondere wenn man länger zurückkommt aus sehr verschiedenen Risikolagen kommt.

00:20:25: ist natürlich nach wie vor die Sorge, dass Risiken vergemeinschaftet werden und das bestimmte Länder.

00:20:33: für die Risiken in anderen Ländern dann haften müssen, wenn wir in die Endausbaustufe der europäischen Einlage sich umkriegen.

00:20:40: Und wo wir ja auch sehen dass ich diese non-performing Loan Thematik, die immer dort ins Feld geführt wird, insofern hier ein bisschen nivelliert hat also dort wo diese Anteile besonders hoch waren sind sie jetzt niedriger?

00:20:53: In Deutschland steigen Sie so ein bisschen an in letzter Zeit.

00:20:57: Vielleicht sind wir nicht mehr ganz so der Musterknabe, sodass das vielleicht nicht mehr der Hauptgrund ist.

00:21:03: Aber ich vermute mal dass dieser mangelnde politische Einigungsmittel immer noch ein zentraler Punkt bisher war?

00:21:10: Ja, es ist richtig wie Sie sagen wenn die MPL guten angehen da haben sich die europäischen Länder in den letzten Jahren angeglichen.

00:21:20: Das muss man klar sagen.

00:21:22: Wir haben nur noch das Thema, was auch seit langem im Kontext der europäischen Einlagensicherung immer wieder vorgebracht wird.

00:21:29: Insbesondere von deutscher Seite, auch wie es vom Bundesbankseite.

00:21:32: Das ist dieser Staatenwand Nexus für die Staatsanleihengewichtung sozusagen und das ist nach wie vor ein Thema was sehr unstritten ist zwischen den europäischen Ländern.

00:21:45: also aus meiner persönlichen Sicht kann die Debatte so ein bisschen Daran, dass man vielleicht vor zehn Jahren das Ziel etwas zu weit gestenkt hat, nämlich mit der vollständigen Vereinheitlichung in Europa.

00:22:01: Ich hätte mir vorstellen können, dass auf der Strecke vielleicht wenn man etwas kleinere Schritte gemacht hätte, inzwischen schon weiter gewesen wäre.

00:22:12: Wir werden ja wahrscheinlich morgen den Bericht der Kommission zur Wettbewerbsfähigkeit sehen und lesen können.

00:22:20: Was man hört, wird auch da das Thema europäische Einlagensicherung adressiert.

00:22:25: Und dann bin ich mal gespannt was die Kommission mit dem alten Vorschlag macht?

00:22:30: Vielleicht nimmt sie Ihnen ja vom Tisch dass Tete vielleicht der weiteren Diskussion in Europa nicht schlecht.

00:22:38: Dann lassen Sie mich vielleicht noch auf ein anderes Thema kommen nämlich das der Abwicklung von Banken.

00:22:43: hier hat ja das EU-Parlament im März diesen Jahres bestehende Richtlinien und ein wichtiges Element ist, dass wie bisher bei einem solchen Abwicklungsfall zunächst auf die Eigentümer oder nicht geschützten Gläubiger der Bank zurückgegriffen werden kann.

00:23:02: Dann auch erst auf externe Fonds.

00:23:05: vorrangig soll es wenn es Entschädigungen gibt tatsächlich die Einlagensicherung sein, die ausgezahlte Beträge zurück erhält.

00:23:14: Bewerten Sie diese Bestätigung des Grundkonzepts als positiv?

00:23:20: Ja, also das halten wir für ganz essentiell.

00:23:23: Das sind ja zwei verschiedene Aspekte sozusagen.

00:23:26: Das eine ist die gläubige Beteiligung, die natürlich ganz stark damit zu tun hat wer zahlt denn im Ernst Fall für die Verluste einer Bank?

00:23:37: Und wir glauben, dass es richtig ist, dass hier im Krisenfall Gläubiger übereinwählen beteiligt werden.

00:23:46: Aus unserer Sicht ist das ein ganz zentrales Element des Abwicklungskonzeptes, denn die Philosophie hinter dem Abwicklungsregime Position des Deutschlandfinanzministeriums seit vielen, vielen Jahren das nie wieder Steuermittel für die Rettung von Banken herangezogen werden müssen.

00:24:13: Um sicherzustellen, Banken in einer Krisensituation aber dann rekapitalisieren zu können und damit auch abwickeln zu können Braucht es einen Beitrag der Gläubiger und das ist konzeptionell aus unserer Sicht richtig und wichtige Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des gesamten Abwicklungsregimes?

00:24:34: Also sicherlich ein ganz essenzielles Billen mit.

00:24:37: Das zweite Thema, dass Sie adressiert haben, ist die sogenannte Gläumiger-Preferenz für die Einlagensicherungssysteme.

00:24:46: Auch das ist aus unserer Sicht ein ganz wichtiger Punkt und wir halten es für richtig, dass diese Präferenz auch erhalten geblieben ist.

00:24:54: Denn sie ist für die Finanzierung der Einlagensicherungssysteme ganz essentiell.

00:25:02: Wir haben zum Beispiel gesehen im Fall Greensill haben wir bei der gesetzlichen Einlagen Sicherung einen relativ schnellen Rückfluss der Mittel gehabt dass schon die finanziellen Mittel der Einlagensicherung sorgt für eine hohe Glaubwürdigkeit, was die Finanzierungsfähigkeit angeht und ist aus unserer Sicht ein ganz essenzieller Punkt.

00:25:25: Nun war ja ein Ziel der Neuregelug, das auch kleinere oder mittelgroße Banken unter das Abwinkelungsregime fallen sollten.

00:25:32: Was ist daraus geworden?

00:25:33: Und hebeln nicht die Institutsicherungen von denen wir gerade sprachen Der öffentlich-rechtlichen und der Genossenschaftsbanken dies nicht genau aus?

00:25:44: Also ich glaube, dass wir hier am Ende bei einem guten Kompromiss angekommen sind.

00:25:49: Was das Thema abwickelt und kleine und mittlere Banden angeht?

00:25:54: Die Kommission ist ja ganz am Anfang missiert die EIP-Prozesse hier.

00:25:58: Ich sage mal zumindest mit einer sehr weitreichenden Kommunikation angetreten, bei der man den Eindruck gewinnen konnte es soll zukünftig auch abgewickelt werden in Europa.

00:26:08: Das ist aus unserer Sicht nicht das richtige Konzept.

00:26:12: Aber auch wir waren der Ansicht, dass es sozusagen zwischen dem was heute das Abwicklungsregime abdeckelt und dem was in der Verantwortung der Einlagensicherung ist ein grauereich von Instituten gibt.

00:26:25: Wo nicht klar ist wie wir in der Krise damit umgehen und wie die Krisenstrategie aussieht?

00:26:35: Das ist eine sehr überschaubare Anzahl von Instituten aber es gibt

00:26:38: sie

00:26:39: Und die ziehen, die Eierregulierung ist aus unserer Sicht ein guter Schritt und in diesem Bereich, wo es dann Unklarheit war im Hinblick auf Abwicklung oder Entschädigung für Klarheit zu sorgen.

00:26:51: Das begrüßen wir auf jeden Fall.

00:26:53: Also es kommen mehr Banken mit hinein wenn ich sie richtig verstehe?

00:26:57: Genau!

00:26:58: Es kommt eine überschaubare aber etwas größere Anzahl als in der Vergangenheit in den Skope des Abwicklungsregimes Und das halten wir auch für richtig bei den Baden, die wir da sehen.

00:27:12: Die Unterungstellen für die Einlagensicherung tatsächlich ein wenig zu groß wäre.

00:27:18: Ich glaube, da hat man sich auf einen guten Kompromiss geeinigt.

00:27:22: Die Institutsicherungssysteme haben ja hier für sich einige spezifische Regelungen in das Paket hineinbekommen Nach dem, was ich von den Kollegen höre, ihre Arbeit weiterhin sichert auch ihr System weiterhensichert.

00:27:44: Insofern vernehme ich da eine gewisse Zufriedenheit, dass auch die Institutssicherungssysteme unter dem Sieben die Eierregion ihren Ihr System vernünftig weiter betrachten

00:27:55: können.".

00:27:56: Das Oberziel, Sie haben es eben erwähnt, die Steuerzahler zu schonen das ist ja sehr nachvollziehbar.

00:28:03: Meine Frage ist, ist es auch glaubtwürdig das geschieht?

00:28:06: Wenn eben tatsächlich sehr große systemrelevante Banken tatsächlich mehr oder weniger in ihrem Schicksal in einem solchen Abwicklungsmechanismus überlassen werden.

00:28:17: Wir haben ja in einigen Ländern im Laufe der letzten Dekade schon beobachtet, dass am Ende doch wieder der Staat einspringt mit mehr- oder weniger fragwürdigen Argumenten mit Verweis auf öffentliches Interesse auf jeden Fall mit in dem Bemühlen Verwerfungen für seine Bürger zu verhindern.

00:28:38: Ich will gar nicht fragen, wie sie die Gefahr für Deutschland einschätzen aber ist das denn wirklich bei den großen Systemrelevanten glaubwürdig egal um welches europäische Land es sich handelt dass man da sagt und dann seht ihr mal zu was ihr daraus macht?

00:28:54: Wir können jetzt zunächst einmal feststellen, dass es diese Fälle in der Vergangenheit gegeben hat.

00:29:01: Wo man angenommen hätte oder unterstellt hätte das Abwicklungsregime zur Anwendung kommt wir aber dann lernen mussten, dass man sich im Drüssel für nicht zuständig erklärt hat und Beziehungsweise die nationalen Institutionen da eingesprungen sind, einspringen mussten, den wir das jetzt auch immer immer interpretieren.

00:29:24: Die Italien

00:29:25: zum Beispiel.

00:29:26: Genau der Klassiker sozusagen, der ja auch in diesem Kontext immer wieder als ich sag mal... kleine Sünde hier angeführt wird, das war vorsichtig zu sagen.

00:29:38: Also diese Beobachtung war ja auf Ausgangspunkten für die jetzige CMI Diskussion und für die CMI Regelungen.

00:29:47: Ich glaube dass wir da jetzt mehr Klarheit haben insbesondere was das Thema Public Interest Test angeht der sozusagen wie die Eingangspforte zur Abwicklung ist.

00:29:59: aus unserer Sicht Die Glaubwürdigkeit des Abwicklungsregimes ist absolut essentiell, weil wenn ich einmal diese Philosophie der Steuerzahler darf nicht für Bankkrisenhaften unterstelle.

00:30:19: Dann muss es ein Regime geben, dann muss es einen Konzept geben das sicherstellen dass auch große systemrelevante Banken Wenn sie in eine Krise geraten abgewickelt werden können.

00:30:30: und Dieses, ich sag mal diese zumindest konzeptionelle Sicherheit gibt uns das Abwechslungsregime.

00:30:38: Wir müssen sicherlich an den Themen arbeiten die wir in der Vergangenheit festgestellt haben.

00:30:45: Das ist ohne Zweifel die hohe Komplexität des Systems auch.

00:30:49: Das Zusammenspiel der verschiedenen Institutionen auf europäischer und nationaler Ebene.

00:30:55: Da der CMDI-Paket adressiert viele dieser Themen, ich glaube es ist eine gute Grundlage um das Abweckungsregime noch, wie soll man sagen, noch praxistauglicher zu machen.

00:31:10: Um es dann im Ernstfall wirklich auch zu anwenden und zu bremen.

00:31:14: Diese Komplexität war ja in allen Fällen, die wir bisher gesehen haben.

00:31:17: Großes Problem weil meistens über ein Wochenende versucht werden musste irgendwas zu tun bei Montags dann wieder Märkte eröffnen und bestimmte Erwartungen daran haben dass man ihnen einen klaren Kurs kommunizieren kann.

00:31:30: Aber diese Komplexität hängt ja eben auch nicht zuletzt mit der Größe dieser Institute, mit ihrer internationalen Einbindung.

00:31:37: Mit vielen dann auch damit in Verbindung stehenden Institutionen zusammen.

00:31:42: also so richtig aufzulösen ist das wahrscheinlich nur schwierig?

00:31:47: Also die die Komplexkeit des Abwicklungsprozesses ist natürlich auch durch das Zusammenspiel der verschiedenen Institution bittet.

00:31:55: wie gesagt wir haben Wir haben die europäische einheitliche Aufsicht, wir haben die nationalen Aufsichtsbehörden.

00:32:02: Wir haben das Single-Lose-Rouche-Bord, wie haben die Nationalen Abwicklungsbehörde?

00:32:06: Da kommen eine relativ große Anzahl von Institutionen zusammen, wie man zum Beispiel auch bei der Sperrbahnkrise beobachten konnte.

00:32:16: Nun ist es ja so dass im Fokus der Öffentlichkeit steht häufig dieses eine Wochenende über das man dann die gesamte Bahn abgequillt können sollen.

00:32:26: Man muss natürlich sagen, dass ein solcher Prozess erfolgreich zu sein viel früher starten muss um am Ende über dieses Wochenende handlungsfähig zu sein.

00:32:36: und auch wenn wir in die USA gucken, die FDIC, die USA werden ja häufig so als Beispiel für diese Abwicklung über das Wochenende herangezogen Auch da starten die Prozesse natürlich viel früher Und dieses Wochenende ist sozusagen der Koordinationspunkt, wo die tatsächliche Umsetzung gefällt.

00:32:57: Deswegen ist es aus unserer Sicht auch auf eine große Herausforderung und Einfeld an dem wir intensiv arbeiten müssen, die Zusammenarbeit, die Kooperationen der europäischen und nationalen Institutionen.

00:33:12: Das ist etwas, wo wir nach unserer Wahrnehmung noch deutlich besser, noch deutlich offener werden müssen um dann in Krisenfall diese ganz vielen verschiedenen Handlungsstränge vernünftig nebeneinander zu bekommen.

00:33:27: Im Rückblick jetzt auf das, was auf europäischer Ebene zumindest verabschiedet wurde noch einmal?

00:33:33: Was waren die größten Knackpunkte in der Diskussion?

00:33:37: und würden Sie sagen dieses Regelpaket reicht erst einmal aus, worauf es besonders zu achten wenn das wiederum ein nationales deutsches Recht gekleidet wird?

00:33:49: Also, nach unserer Warnung die zwei wesentlichen Punkte waren im Grunde genommen, die ich ja auch schon kurz adressiert habe.

00:33:56: Der Scope der Abwicklung sozusagen wie viele Institute wollen wir wirklich unter die Abwicklungen ziehen?

00:34:02: Das sah am Anfang breiter aus als es jetzt am Ende geworden ist und das ist aus unserem Sicht angemessen.

00:34:10: Auch das Thema Gläubiger Präferenz war ein großer Streitpunkt in der politischen Diskussion.

00:34:17: Auch hier haben wir mit der Beiberhaltung der Präferenz, glaube ich, die richtige Lösung erreicht.

00:34:23: Also insofern... Wir sind zufrieden mit dem Paket und wir glauben das es ein gutes Ergebnis ist, mit dem wir die Einlagssicherung und das Zusammenspiel der verschiedenen Player im Financial Safety Network nochmal ein Stück nach vorne bringen werden.

00:34:41: Was für uns bei Bei den nationalen Umsetzungen jetzt sehr wichtig ist es einen Punkt, der auch im CMI-Paket adressiert wurde.

00:34:50: Und das ist die Kompetenz der Entschädigungseinrichtung.

00:34:55: Wir haben im Moment bei der gesetzlichen Einlagensicherung ein relativ enges Mandat.

00:35:03: Das heißt wir können im Grunde genommen nur entschädigen und keine alternativen Maßnahmen durchführen Anders als zum Beispiel bei der freiwilligen Einlagensicherung, die da deutlich breiter aufgestellt ist und auch in der Vergangenheit ja schon sehr viel breiter agiert hat.

00:35:22: Wir werden hier sicherlich mit dem Gesetzgeber in das Gespräch suchen, ob nicht auch die gesetzliche Einlagen-Sicherung im Hinblick auf ihr Mandat weiter aufgestellt sein sollte um eben auch im Vorfeld von Krisen schon stärker agieren zu können und so eben früher reagieren, aber eben auch krisenflexibler und eben maximal effizient bewältigen zu können.

00:35:54: Jetzt hätte ich noch eins mal persönliche Fragen zum Abschluss.

00:35:56: Sie haben zunächst Wirtschaftsinformatik dann BWL studiert.

00:36:00: was hätte sie alternativ gereizt?

00:36:05: eigentlich mit meiner Wahl ganz glücklich bin und mich in dem, was ich tue immer eigentlich sehr wohl gefühlt habe.

00:36:13: Ich hab ja vorher auch in der Beratung ein bisschen im Private Equity Bereich gearbeitet.

00:36:20: Wenn ich heute zur Rückschauer finde, fasziniert mich den Bereich der Medizin so dass ich manchmal aus heutiger Rückschau denke, medizin wäre vielleicht auch etwas spannendes für dich gewesen.

00:36:32: aber das hat sich Eigentlich bei meiner Berufswahl so damals nicht gestellt.

00:36:36: Das ist mehr, wie soll man sagen?

00:36:41: So eine andere Perspektive aus der Rückschau.

00:36:43: Aber wenn Sie sich mit Einlagssicherung und Abwicklung beschäftigen dann sind sie ja quasi in Anführungszeichen bitte Notfallmediziner für Banken.

00:36:51: deswegen vielleicht die Frage an der Bankenbranche was fasziniert Sie da?

00:36:57: Was ich an der bankenbranche schwannen finde Das Bankensystem, das Finanzsystem ist ja so was wie das Herzkreislauf System der Wirtschaft.

00:37:07: Also letztendlich spielen die Banken eine wesentliche Rolle um die Realwirtschaft zu finanzieren, um die Volkswirtschaft sozusagen zu entwickeln.

00:37:19: Es gibt vielfältigste Schnittstellen zu den Aktivitäten in der Realwirtschaft bei den Unternehmen aber auch zur Aufkonsumenten Ebene was das Zahlungsverkehrsgeschäft zum Beispiel angeht oder was das Kreditgeschäft angeht.

00:37:34: also ich finde diese dieses breites Zusammenspiel und diese Themenvielfalt mit der Wirtschaft, das finde ich sehr mehr spannend.

00:37:45: Unsere Studierenden stehen ja bald vor dem Eintritt ins Berufsleben.

00:37:50: nach ihrer Auffassung.

00:37:51: welcher Eigenschaften und Fähigkeiten sollte man mitbringen um sich auch künftig in der Praxis behaupten zu können?

00:38:01: Also ich glaube dass es natürlich wichtig ist ein breites fachliches Fundament zu haben was ich heute präferiert eher etwas generalistisch sehen würde.

00:38:15: Ich glaube, dass in den heutigen Zeiten das Spezialwissen, das Fachwissen vielleicht etwas weniger gefordert ist als sozusagen das breite Grundwissen.

00:38:30: Ich denke, dass Eigenschaften wie analytisches Denken, Problemlösungskompetenz auch Kommunikation Also mehr, dass das Handling von Themen und Problemen heute sehr wichtiger ist als die fachlichen Aspekte.

00:38:48: Die doch in einem sehr schnellen Wandlungsprozess sind und natürlich auch über die verschiedenen Wege, die wir heute kennen viel schneller verfügbar sind als früher der Fall war.

00:39:00: Wandel als Stichwort.

00:39:01: jetzt komme ich zur letzten Frage, die eigentlich gar keine Frage ist sondern immer die Bitte um Ergänzung eines Satzes wenn es am Satzbeginn dem Begriff der Transformation gäbe.

00:39:12: Danke, mein Gedankenstrich!

00:39:13: Wie würden Sie den ergänzen?

00:39:17: Ich glaube das Transformations- und der aktuelle Transformationsprozess in der unsere Wirtschaft sich befindet zwingend und überfällig ist um die Herausforderungen unseres veränderten Umfelds zu bewältigen.

00:39:34: Und ich habe der Eindruck, dass Transformation Nicht ein einmaliger Prozess ist in dem Sinne, wir müssen von A nach B und wenn wir bei B sind können wir aufhören zu transformieren.

00:39:44: Ich glaube, wir sind vor allem dauerhaften Anhaltentransformationsprozessen im Hinblick um das sich verändernde Umfeld.

00:39:53: Das wird eine Grundhaltung bleiben müssen für lange Zeit.

00:39:58: Dann lieber Doktor Zettler ganz herzlichen Dank dass wir heute Ihren Puls fühlen durften auf diesem Weg der uns noch ein bisschen weiterführen wird, den auch ein bisschen andauern wird.

00:40:08: Ich darf Ihnen die Daumen drücken dafür, dass Sie eben immer verhindern das bei Banken das geschieht was dann das Eintreten erfordert der Institution für die sie unter anderem verantwortlich zeichnen und darf ihnen persönlich alles Gute wünschen.

00:40:23: Vielen Dank für heute!

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Dialoge zur Transformation der Wirtschaft

Puls messen. Erfahrungen einholen. Perspektive geben. Prof. Dr. Stephan Paul spricht mit Entscheidungsträgern über wirtschaftliche Wandlungsprozesse.

von und mit Prof. Dr. Stephan Paul

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